VERANSTALTUNGS-TIPP

 


MUSEEN DER KURPFALZ

Kurpfälzisches Museum
Heidelberg

Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim

Historisches Museum
Speyer

Neben diesen drei Museen, die sich intensiv mit der Geschichte der Kurpfalz beschäftigen, gibt es noch viele lokale Heimat- und Regionalmuseen, deren Besuch sich auch lohnt, hier aber leider nicht namentlich erwähnt werden können!

UNSER BÜCHER-TIPP

Reisen in die Geschichte

Als Deutschland noch nicht das Deutschland von heute war: eine Lesefazination der besonderen Art. Wer mit Bruno Preisendörfer "unter-
wegs" ist, erlebt Geschichte pur, der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannen-
de Reise in ein "teutsches Land", das noch nicht Deutschland war.

"Reise in die Lutherzeit"

"Reise in die Goethezeit"
Galiani Verlag Berlin

Unsere Empfehlung:
Unbedingt lesenswert!


Doch keine römische Villa rustica gefunden

Heimatfreunde vermuteten ein römisches Landgut mitsamt Badehaus im St. Leon-Roter Gewann Schiff – Archäologen konnten die Erwartungen nach Erkundungsgrabung nicht bestätigen

Die Freude bei den Heimatfreunden in St. Leon-Rot war groß, die Erwartungen, eine römische Villa rustica gefunden zu haben, noch größer. Bodenstrukturen, die sich auf einer Luftaufnahme von einer Wiese im Gewann Schiff (in der Nähe der Einkaufsmärkte) in St. Leon-Rot erkennen ließen, hatten die Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege aufmerksam werden lassen. Die geometrischen Linien und Flächen deuteten die Experten als „vermutlich römische Siedlungsreste“ – eine Villa rustica mit einem dazu gehörenden Badehaus.
Sofort durchgeführte archäologische Erkundungsgrabungen konnten die Erwartungen jedoch nicht bestätigen, die Enttäuschung bei den Heimatfreunden in und um St. Leon-Rot war entsprechend groß! Für die Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege eigentlich Alltag, denn sehr oft wird man nicht fündig, da Bodenstrukturen die verschiedensten Ursachen haben können. So hoffte man in den frühen 1980er Jahren in Hockenheim, auf Luftaufnahmen ein lang vermutetes römisches Kastell gefunden zu haben. Aber auch hier musste eine Probegrabung abgebrochen werden: Ein Landwirt hatte seinen Acker über viele Jahre hinweg stets im Quadrat gepflügt, und so für eine „römische“ Bodenstruktur gesorgt …

Römische Funde im Raum St. Leon-Rot sind nicht unwahrscheinlich, denn es wäre nicht das erste Bauwerk dieser Art auf der Gemarkung. So wurde auf dem Gelände des Golfplatzes im einstigen Gewann Klosterbuckel bereits ein römisches Landgut nachgewiesen und Tausende römischer Tonscherben (Terra sigillata) gefunden. Zwei weitere bekannte Standorte befinden sich im Gewann „Bruch“ (an der Gemarkungsgrenze zu Reilingen) und im Gewann „Weidenplatzwiesen“ (Baggersee). Hinzu kommen zahlreiche Einzelfunde wie Münzen und Schmuck, sowie die Bronzestatuette eines Laren (römischer Schutzgott). Dieser gehörte wahrscheinlich zum Inventar einer Villa rustica und ist heute im Kurpfälzischen Museum in Heidelberg zu sehen. Herausragend ist aber auch ein römischer Weihestein, den ein römischer Veteran namens Lucius Antonius Maternus den Göttern Minerva und Herkules gestiftet hatte.

Wie wohl sich die Römer vor 2.000 Jahren in unserer Region fühlten, zeigen auch andere Funde: So wurde in den 1990er Jahren in Walldorf ein Landgut ausgegraben, das sich später als kaiserliche Domäne entpuppte. Im Bereich des Bahnhofs Wiesloch-Walldorf kam bei Ausgrabungen Ende der 1980er Jahre ein ganzer römischer Vicus (ein Straßendorf) mit Kellern, Brunnen und Tempeln zutage. Und in der Lusshardt zwischen Reilingen und Neulußheim wurde ein römischer Friedhof mit weit über 100 Gräbern freigelegt. Zudem hält sich seit vielen Jahrzehnten die (bis heute noch nicht bestätigte) Meinung, die ehemalige Burg Wersau in Reilingen (in der Nähe der Gemarkungsgrenze von St. Leon-Rot) könne ursprünglich ein römisches Kastell, zumindest aber ein Burgus gewesen sein. (lore)

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