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MUSEEN DER KURPFALZ

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Mannheim

Historisches Museum
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Neben diesen drei Museen, die sich intensiv mit der Geschichte der Kurpfalz beschäftigen, gibt es noch viele lokale Heimat- und Regionalmuseen, deren Besuch sich auch lohnt, hier aber leider nicht namentlich erwähnt werden können!

UNSER BÜCHER-TIPP

Reisen in die Geschichte

Als Deutschland noch nicht das Deutschland von heute war: eine Lesefazination der besonderen Art. Wer mit Bruno Preisendörfer "unter-
wegs" ist, erlebt Geschichte pur, der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannen-
de Reise in ein "teutsches Land", das noch nicht Deutschland war.

"Reise in die Lutherzeit"

"Reise in die Goethezeit"
Galiani Verlag Berlin

Unsere Empfehlung:
Unbedingt lesenswert!


Ein Prachtbett für das Schloss Bruchsal

Die fürstbischöflich-speyerische Residenz neu entdeckt / Ausstattung des Grünen Zimmers im Südlichen Staatsappartement vervollständigt

Ein prachtvolles barockes Prunkbett ist jetzt in diesem Schlafzimmer des Fürstbischofs zu erleben. Es ersetzt das Original, das in Teilen wohl bereits im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verloren ging. Zur ursprünglichen prachtvollen Ausstattung des fürstbischöflichen Schlafzimmers mit Stuck, mit Holzvertäfelungen und mit grünem Damast bespannten Wandfeldern aus der Zeit von 1756-1759 gehörte ein Prachtbett mit damastenem Himmel und Vorhängen. Der Unterbau des ursprünglichen Betts ging bereits im Laufe des 19. Jahrhunderts verloren. Als Ersatz konnte jetzt ein ähnliches repräsentatives Bett im Raum aufgestellt werden.

„Eine barocke Raumfolge ohne Paradebett wäre nicht komplett“, erklärt Dr. Petra Pechaček, die für Schloss Bruchsal zuständige Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg. „Ein Prunkbett gehörte zur offiziellen Ausstattung der Räume im 18. Jahrhundert.“ Für Schloss Bruchsal konnte das konservatorische Team auf originale Elemente zurückgreifen, die im Depot der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg verwahrt wurden.

Das jetzt präsentierte Prunkbett, vor Längerem schon im Kunsthandel erworben, wurde um das Jahr 1700 vermutlich in Frankreich gefertigt. Vorhanden ist ein großer Teil der kostbaren historischen Textilien: die Bespannung des Betthimmels, die meisten Schabracken, also die Behänge des Baldachins, und die Rückwand, die aufwendig restauriert wurden. Ebenfalls restauriert wurde das Grundgewebe des Bettes, ein roter Seidensamt mit aufgestickten plastischen Masken, Muscheln und Füllhörner aus ursprünglich goldenem und silbernem Metalldraht. Für das verlorene Holzgestell des Bettes musste eine spezielle Holzkonstruktion angefertigt werden. Das rekonstruierte Prunkbett hat eine eindrucksvolle Größe: Es ist 3,80 m hoch; der Baldachin bedeckt eine „Dachfläche“ von circa 2,15 m x 2,25 m. Nach der aufwendigen Rekonstruktion unter Mitarbeit von sieben Restauratoren kann das Paradebett jetzt im Grünen Zimmer präsentiert werden.

Jetzt kann in Schloss Bruchsal den Besucherinnen und Besuchern noch einleuchtender vermittelt werden, wie ein repräsentatives Appartement des 18. Jahrhunderts funktionierte. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle … (PM)

HINTERGRUNDINFORMATION
Das grüne Zimmer im Schloss Bruchsal
Das Schlafzimmer auf der Südseite der Beletage war bereits im 18. Jahrhundert ganz in Grün gehalten. Den Deckenstuck fertigte Johann Michael Feichtmayr 1756. Die Holzvertäfelungen, Türen und Fensterläden erhielten 1759 durch Franz Ulrich Brandmeier einen hell- bzw. dunkelgrünen Firnisanstrich. Die Decke bekam eine lindgrüne Fassung, das stuckierte Laub- und Muschelwerk wurde weiß gefasst. Die Wandfelder wurden mit grünem Damast bespannt, der 1805 erneuert wurde. 1758 schuf Johann Zick die beiden Supraporten „Die Geografie“ und „Die Astronomie“. Weitere Einrichtungsgegenstände sind eine Pendeluhr mit Harlekin und ein Spiegel mit feinen Rocaille-Schnitzereien, der vom Hofschreiner Ferdinand Hund stammt. Die beiden Gemälde „Kinder mit Seifenblasen“ und „Schlafendes Kind“ werden Nikolaus Treu zugeschrieben (um 1763).

www.schloss-bruchsal.de

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