VERANSTALTUNGS-TIPP

 


MUSEEN DER KURPFALZ

Kurpfälzisches Museum
Heidelberg

Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim

Historisches Museum
Speyer

Neben diesen drei Museen, die sich intensiv mit der Geschichte der Kurpfalz beschäftigen, gibt es noch viele lokale Heimat- und Regionalmuseen, deren Besuch sich auch lohnt, hier aber leider nicht namentlich erwähnt werden können!

UNSER BÜCHER-TIPP

Reisen in die Geschichte

Als Deutschland noch nicht das Deutschland von heute war: eine Lesefazination der besonderen Art. Wer mit Bruno Preisendörfer "unter-
wegs" ist, erlebt Geschichte pur, der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannen-
de Reise in ein "teutsches Land", das noch nicht Deutschland war.

"Reise in die Lutherzeit"

"Reise in die Goethezeit"
Galiani Verlag Berlin

Unsere Empfehlung:
Unbedingt lesenswert!


Mannheims musikalische Glanzzeit lebt auf

StreichinstrumenteHistorischer Klang im Barockschloss nun wieder zu hören / Rare Zeugnisse aus Mannheims musikalischer Glanzzeit

Im 18. Jahrhundert war die kurpfälzische Hofkapelle in ganz Europa für ihren Klang berühmt. Sieben Originalinstrumente der Mannheimer Hofkapelle sind vor zwei Jahren in die ehemalige Residenz zurückgekehrt – ein außergewöhnlicher Schatz für das Schloss und die Stadt. Zusammen mit Kooperationspartnern werden die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg der berühmten Hofmusik künftig einen besonderen Platz im Angebot von Schloss Mannheim geben.

Nicht nur anschauen kann man die Viola, das Violoncello und die fünf Violinen, die mit Zubehör in zwei Vitrinen im Trabantensaal des Mannheimer Schlosses ausgestellt sind. Anlässlich des 300. Geburtstages von Johann Stamitz, dem Gründer der „Mannheimer Schule“, erklangen die Instrumente bei einem Kammerkonzert im Rittersaal des Schlosses – dort, wo auch die berühmte Hofkapelle vor 250 Jahren ihre Konzerte abhielt. Und auch in Zukunft werden die kostbaren Instrumente regelmäßig zu hören sein. „Die Geschichte der Hofmusik in Mannheim ist ein großer Schatz. Wir werden sie künftig in unserem Vermittlungsangebot immer deutlicher wahrnehmbar machen“, erklärt Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten. Man könne sich dabei auf gute Partner in der Stadt und der Region verlassen. Der 300. Geburtstag von Johann Stamitz sei Startpunkt einer Zusammenarbeit mit Zukunft. „Die Konzerte werden die kostbaren Leihgaben nun regelmäßig an ihrem historischen Ort zum Erklingen bringen und einen Vorgeschmack auf den neuen Musikraum geben, den wir im Trabantensaal der Beletage einrichten werden“, freut sich Konservatorin Dr. Uta Coburger. Somit würden die Veranstaltungen in direktem Bezug zur kommenden Präsentation stehen und das wichtige Thema der „Mannheimer Schule“ künftig vielseitig erlebbar machen.

Unter der Herrschaft des Kurfürsten Carl Theodor spielte eine der größten Hofkapellen Europas in der Kurpfalz. In den Siebzigerjahren des 18. Jahrhunderts zählte sie im Schnitt 75 Musiker. Musikliebhaber aus ganz Europa kamen damals in die Kurpfalz, um die Aufführungen des Hoforchesters mitzuerleben. Die Komponisten und Musiker der „Mannheimer Schule“ bereiteten den Weg für die klassische Musik. Jetzt sind sieben kostbare Instrumente aus dieser Glanzzeit der Kurpfalz im Mannheimer Schloss zu sehen. Die historischen Raritäten stammen aus einer Privatsammlung.

Fünf Violinen, ein Violoncello und eine Viola sind es, die in zwei Vitrinen im Trabantensaal zu bestaunen sind. Fünf Instrumente stammen von den „kurfürstlichen Hofgeigenbauern“ Rauch und Gülich. Jacob Rauch (um 1680–1763) fertigte eine Violine aus den Jahren um 1710 und eine Viola von ca. 1740. Drei Violinen stammen von Mathias Gülich (?–1803), angefertigt 1759, 1778 und 1793. Die Löwenkopfgeige Gotthard Ebners (ca. 1700-1720 in Hallein nachweisbar) und das Violoncello Joachim Tielkes (1641-1719) kamen bereits mit Carl Philipps Hofkapelle aus Innsbruck nach Mannheim. Die kostbaren Instrumente sind Leihgaben von Geigenbaumeister Matthias Kohl aus Heidelberg und werden von ihm fachkundig betreut.

www.schloss-mannheim.de

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