Kurpfalz Regional Archiv

Geschichte(n) und Brauchtum aus der (Kur-)Pfalz

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Das Gemeindejubiläum im Blick

21.03.07 (Reilingen)

„Freunde Reilinger Geschichte“ hatten zur Generalversammlung in den „Löwen“ eingeladen / Berichte und Neuwahlen / Mit bewährtem Vorstandsteam in die Zukunft / Bürgermeister Walter Klein stellt Sanierung des Heimatmuseums in Aussicht
„Die Reilinger Geschichte ist noch lange nicht in all ihren verschiedenen Facetten erforscht und wird daher auch kommenden Generationen noch viele Möglichkeiten bieten, sich intensiv mit der Vergangenheit unserer Heimatgemeinde zu beschäftigen“, verdeutlichte Philipp Bickle zu Beginn der Generalversammlung der „Freunde Reilinger Geschichte“ den derzeitigen Stand der Heimatforschung in der Spargelgemeinde. Dennoch dürften nach 25 Jahren aktiver Arbeit die rund 230 Vereinsmitglieder zufrieden auf das geleistete zurückblicken. Im ehemaligen Tanzsaal des historischen Wirtshaus „Zum Löwen“, wo sich auch in diesem Jahr die Heimatfreunde in großer Zahl trafen, gab Schriftführer Christian Bickle einen detaillierten Rückblick auf die letzten beiden Jahre. Als besondere Aktivitäten nannte er den traditionellen Ostermarkt und die Fotoausstellungen während des Straßenfestes. Angebote für Kinder, darunter das beliebte Kochen wie zu Großmutters Zeiten, Mundartlesungen, Museumsbesuche, Exkursionen und Besichtigungen bildeten weitere Eckpunkte im abwechslungsreichen Jahresprogramm. Museumsleiterin Hildegard Bickle berichtete von wachsenden Besuchszahlen im Heimatmuseum. Vor allem das Interesse von Schulklassen, Reisegruppen und Einzelgästen habe durch den Besuch der beiden Sonderausstellungen „Im Zeichen des Hasen“ sowie „Bügel- und Waffeleisen im Wandel der Zeit“ deutlich zugenommen. Jahreshöhepunkt aber sei die „Lange Nacht der Museen“ in der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim gewesen, die Hunderte von Besucher auch in das Reilinger Heimatmuseum führte.
Der detaillierte Kassenbericht von Sigrid Müller wurde von den Teilnehmern mit Beifall aufgenommen. Im Anschluss daran bescheinigte Kassenprüfer Fritz Anselment der Kassiererin saubere Arbeit geleistet zu haben. Dank der geordneten finanziellen Verhältnisse und der geleisteten Arbeit wurde dem kompletten Vorstand einstimmig das Vertrauen ausgesprochen.
Ein deutliches Signal auch für die anstehenden Neuwahlen, die Siegfried Helm als Vorsitzender der Kultur- und Sportgemeinschaft schnell und routiniert durchführte. Mit der bewährten Mannschaft um Philipp Bickle und Uwe Keim wollen die „Freunde Reilinger Geschichte“ die weiteren Aufgaben, darunter die Vorbereitungen auf das 725. Gemeindejubiläum im Jahr 2011, in Angriff nehmen: Hildegard Bickle (Museumsleiterin), Bernhard Römpert (Ehrenmuseumsleiter), Christian Bickle (Schriftführer), Siegrid Müller (Kassiererin), sowie die Beisitzer Walter Astor, Hildegard Freidel, Otmar A. Geiger, Ingrid Krämer, Ludwig Schell und Erich Walter. Vorstandsmitglied kraft Amtes ist zudem Bürgermeister Walter Klein. Als Kassenprüfer wurden Fritz Anselment und Fritz Römpert bestätigt. Der erste Vorsitzende dankte der gesamten Vorstandschaft und den ehrenamtlichen Mitarbeiter für das Engagement in den abgelaufenen, arbeitsintensiven Berichtsjahren. Und der stellvertretende Vorsitzende Uwe Keim konnte gleich fünf Mitglieder für eine ununterbrochene 25-jährige Vorstandstätigkeit ehren: Walter Astor, Philipp Bickle, Ingrid Krämer, Bernhard Römpert und Erich Walter.
Bürgermeister Walter Klein dankte allen Heimatfreunden, allen voran der Familie Bickle und den Vorstandsmitgliedern, für deren engagierten Einsatz zur Erforschung der Ortsgeschichte, den Erhalt von Brauchtum und das Bewahren von Traditionen. Nur so sei es möglich, auch kommenden Generationen ein echtes Stück Heimat zu erhalten. Mit einem Blick auf das 1986 eröffnete Heimatmuseum stellte der Bürgermeister fest, dass das Haus inzwischen in die Jahre gekommen sei. Die Gemeinde Reilingen sei sich ihrer Verantwortung bewusst und werde für die dringend erforderliche Sanierung des Heimatmuseums je nach Haushaltslage so nach und nach die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen. Spätestens zum Gemeindejubiläum im Jahr 2011 sollten, so Walter Klein, die Arbeiten rund um das Museum abgeschlossen sein. Aber auch bei der Erforschung des Reilinger Wappens mit dem Hasenkopf erhoffe er sich bis dahin weitere Fortschritte.
Philipp Bickle berichtete abschließend von dem Vorhaben, die Geschichte der Reilinger Fronleichnamsprozessionen aufarbeiten zu wollen. Außerdem werde man gemeinsam mit dem Heimatverein Neulußheim und interessierten Heimatfreunden aus Altlußheim zum Tag des offenen Denkmals an die überlieferte historische Grenzbegehung erinnern. Und Otmar A. Geiger informierte die Anwesenden über die Digitalisierung des Fotoarchivs sowie die Einrichtung eines „Reilinger Erzählcafés“ im Rahmen der Seniorennachmittage im Franz-Riegler-Haus. Dies biete die Möglichkeit, die Erinnerungen älterer Mitbürger festzuhalten, aufzuarbeiten und so für zukünftige Generationen zu archivieren.
Wie wichtig dies ist, zeigten auch die Filmaufnahmen aus den Jahren 1983 bis 1985, die nicht nur an den Abriss des Spritzenhauses oder den Ausbau des Heimatmuseums erinnerten, sondern auch an den Bau der B 39-Umgehungsstraße und viele inzwischen veränderte Ortsansichten.

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