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Dem Ministerpräsident die Lage in Hockenheim verdeutlicht

09.03.06 (Hockenheim, Reilingen)

CDU-Stadtrat Herbert Kühnle im Gespräch mit Ministerpräsident Günther H. Oettinger / Politiker nimmt sich zehn Minuten Zeit / „Hockenheimring kein Wahlkampfthema!“
Enttäuscht reagierten viele Hockenheimer unter den Besuchern der CDU-Wahlkampfveranstaltung in den Reilinger Fritz-Mannherz-Hallen darüber, dass von Ministerpräsident Günther H. Oettinger in dessen 45-minütigen Rede kein einziger Satz oder gar ein Bekenntnis zum Hockenheimring zu hören war. Kopfschütteln auch bei den beiden CDU-Stadträten Ernst Bohrmann und Herbert Kühnle. „Jetzt ist der Ministerpräsident gerade mal zwei Kilometer vom Motodrom entfernt und hat nicht einmal einen Satz für den Hockenheimring Baden-Württemberg übrig“, kritisierte Kühnle seinen Parteivorsitzenden. Das dürfe man sich nicht gefallen lassen, knirschte der Kommunalpolitiker aus der Rennstadt und kämpfte sich durch den Pulk vieler Autogrammsammler und Sicherheitsleute direkt zu Oettinger vor.
Was auch Herbert Kühnle nicht erwartet hatte, verblüffte dann doch auch die Umstehenden: Der Ministerpräsident setzte sich mit dem Hockenheimer an einen Tisch, um sich dessen Kritik anzuhören. Ganze zehn Minuten dauerte die „Privataudienz“, die von Kühnle auch reichlich genutzt wurde, um noch einmal persönlich die Schwierigkeiten um den Hockenheimring zu verdeutlichen, aber auch um die positive Stimmung in der Bevölkerung der Rennstadt zu vermitteln. Aus den wenigen Gesprächsfetzen, die an die Öffentlichkeit gelangen, war zu entnehmen, dass Günther H. Oettinger mit der finanziellen Schieflage der Traditonsrennstecke sehr wohl vertraut ist, das Problem aber nicht zum Wahlkampfthema machen möchte. „Dafür ist es viel zu ernst und bedarf seriöser Gespräche und Verhandlungen.“ Der Landespolitiker zeigte Verständnis für die nicht erfüllten Erwartungen der Hockenheimer Zuhörer, und sicherte zu, nach den Wahlen das brisante Thema wieder aufgreifen zu wollen. Trotz der vagen Aussagen und Zusicherungen zeigte sich Herbert Kühnle nach dem Gespräch zufrieden. „Der Ministerpräsident hat so wenigstens einmal vor Ort erfahren, wie wichtig den Menschen in Hockenheim die Rennstrecke ist.“ Und dass er zehn Minuten zugehört und mit ihm über das Thema intensiv gesprochen habe, stimme doch zuversichtlich.

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