Kurpfalz Regional Archiv

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* Finanzen geordnet – Wasserqualität ausgezeichnet

16.05.07 (Reilingen)

Frühjahrssitzung des Zweckverbandes Wasserversorgung „Südkreis Mannheim“ / Bürgermeister Walter Klein legt als Verbandsvorsitzender Jahresbericht 2006 vor / Trotz steigender Kosten bleibt Wasserpreis für Haushalte stabil
Auf ein wirtschaftlich zufriedenstellendes Jahr kann der Zweckverband Wasserversorgung „Südkreis Mannheim“ zurückblicken. Bürgermeister Walter Klein (Reilingen) zog als Verbandsvorsitzender während der öffentlichen Frühjahrssitzung im Bürgersaal des Reilinger Rathauses eine positive Bilanz. „Die Finanzen sind geordnet, der Wasserpreis stabil, die Qualität unseres Trinkwassers ausgezeichnet.“Bei einer Bilanzsumme von etwas mehr als 7,7 Millionen Euro und einer Erfolgsrechnung von 993 008,38 Euro seien, wie es die Satzung vorschreibe, weder ein Gewinn noch ein Verlust zu verbuchen. Zurückzuführen ist dies auf die Betriebskostenumlage, die die vier Verbandsgemeinden gemäß ihrem Anteil am Wasserverbrauch zu entrichten haben. Demnach hatte Hockenheim für das Geschäftsjahr 2006 einen Betrag von 543 256,60 Euro an den Zweckverband zu überweisen, Reilingen 169 444,31 Euro, Neulußheim 141 079,75 Euro und Altlußheim 125 068 Euro. „Die Kostenumlage hat sich gegenüber 2005 um 47 968,62 Euro erhöht“, gab Walter Klein weiter bekannt. Obwohl die Wasserförderung und -abgabe nur um rund 0,82 Prozent auf rund 2,39 Millionen Kubikmeter zunahm, hätten „zum Teil erhebliche Kostensteigerungen“ verzeichnet werden müssen. Hier nannte der Verbandsvorsitzende vor allem die steigenden Kosten für den Energiebezug, aber auch höhere Ausgaben für bezogene Waren und Leistungen, sowie Zinsen für Fremdkredite.
Um die Wassergewinnung auf dem neuesten Stand der Technik zu halten, wurden im Wirtschaftsjahr 2006 Gesamtinvestitionen von rund 213 500 Euro getätigt. Für den Bau einer zweiten Förderleitung nach Hockenheim wurden 174 000 Euro bereitgestellt, 21 500 Euro zur Sanierung der Rohre und Ventile in der Filteranlage und 18 000 Euro zur Modernisierung der Türen in den Wasserbehältern. Um diese und frühere Großinvestitionen finanzieren zu können, wurden vom Wasserzweckverband Kredite aufgenommen, die sich inzwischen auf etwas mehr als sechs Millionen Euro summieren. Bei einer Eigenkapitalausstattung von 20,3 Prozent eine vertretbare Summe, was auch eine Finanzprüfung durch die Gemeindeprüfungsanstalt bestätigte. Dem Wasserzweckverband wurde zugleich bescheinigt, dass „die finanziellen und wirtschaftlichen Verhältnisse im Prüfungszeitraum geordnet waren“. Angemahnt wurde lediglich, die bisher handschriftliche Buchhaltung doch auf EDV umzustellen. Dies werde man, so Bürgermeister Klein, in die Wege leiten. In diesem Zusammenhang erinnerte er daran, dass bei der Wasserversorgung nur zwei Mitarbeiter fest angestellt seien. Alle anderen Funktionen würden, auch um die Kosten möglichst gering zu halten, ehrenamtlich oder nebenberuflich wahrgenommen.
Und am Ende seines Jahresberichts konnte der Verbandsvorsitzende auch noch eine unerwartete Nachricht an die Mitgliedsgemeinden verkünden: Sie bekommen Geld zurück. So wird Hockenheim für die überzahlte Kostenumlage 2006 einen Betrag von 38 887,44 Euro zurück überwiesen, Altlußheim darf sich auf 13 837,24 Euro freuen, Neulußheim erhält 3 124,66 Euro und Reilingen 2 306,59 Euro zurück.
Die Zweckverbandssitzung wurde aber auch dazu genutzt, einer Erneuerung der Lüftungsanlage für die Behälter 1 bis 3 zuzustimmen. Das Gesundheitsamt hatte bei einer Begehung angeregt, beim Luftaustauschsystem einen Feinfilter mit Pollensieb einzubauen. Die Maßnahme ist zunächst mit 44 000 Euro kalkuliert, eine Ausschreibung soll nun die tatsächlichen Kosten ermitteln. (og)

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