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In 25 Jahren selbst ein Stück Heimatgeschichte geschrieben

25.04.10 (Hockenheim)

25 Jahre Verein für Heimatgeschichte Hockenheim / Ansprechender Festakt in der Stadthalle

Ehre, wem Ehre gebührt: Als der Verein für Heimatgeschichte gestern Vormittag mit einem ansprechenden Festakt in der Stadthalle sein 25-jähriges Jubiläum feierte, läuteten nicht nur die Glocken der nahen Stadtkirche, sondern auch die Klänge der die Konfirmanden begleitende Stadtkapelle „schmückten“ den Auftakt der Jubiläumsfeier. Groß war die Zahl der Ehrengäste, die Alfred Rupp als Vorsitzender des Heimatvereins begrüßen durfte: Oberbürgermeister Dieter Gummer war trotz seiner DTM-Verpflichtungen ebenso gekommen wie Bürgermeister Werner Zimmermann und zahlreiche Mitglieder des Hockenheimer Stadtrates. Ein besonderer Gruß galt aber auch Ehrenbürger Adolf Stier, den Gründungsmitgliedern sowie den Abordnungen benachbarter Heimatvereine. Seine Begrüßung nutzte Alfred Rupp aber auch dazu, um der Volkshochschule in Person der heutigen Geschäftsstellenleiterin Monika Götzmann und dem früheren VHS-Leiter Josef Diller für die gute Zusammenarbeit in den letzten 25 Jahren zu danken. Gedankt wurde aber auch den Stadtwerken für die langjährige Gastfreundschaft und die Beherbergung des Tabakmuseums, sowie der Sparkasse für die finanziellen Zuwendungen und die Mitgliedschaft im Verein für Heimatgeschichte.
In einem kurzen Rückblick erinnerte Alfred Rupp daran, dass die Einweihung des Tabakmuseums am 7. Dezember 1984 dazu geführt habe, über die Gründung eines Fördervereins nachzudenken. Die Initiative des damaligen Bürgermeisters Gustav Schrank führte schließlich dazu, dass der Verein für Heimatgeschichte am 25. April 1985 gegründet werden konnte. Zum ersten Vorsitzenden wurde Josef Hauck gewählt, zu seinem Stellvertreter wurde Udo Huss bestimmt. „Den Schwerpunkt der Aufgaben des Vereins für Heimatgeschichte sehen wir gestern wie heute in der Betreuung des Tabakmuseums, der Förderung und Verbreitung heimatgeschichtlichen Schrifttums, der Förderung des Denkmalschutzes, in der Veranstaltung von Exkursionen und Vorträgen sowie in der Kulturförderung“, umriss Rupp die Aufgabenschwerpunkte des Jubelvereins. Dies sei ein weites Feld, das zu bearbeiten gelte. Vor allem der Aufarbeitung der jüngeren Geschichte Hockenheims müsse die volle Aufmerksamkeit der kommenden Zeit gelten.
Dieser Meinung war auch Oberbürgermeister Dieter Gummer, der dem Verein für Heimatgeschichte zudem in einem kurzen Grußwort eine 25-jährige Erfolgsgeschichte bescheinigte. „Die verschiedenen  Aktivitäten und ein herausragendes Engagement haben die Geschichte Hockenheims nachvollziehbar und begreifbar gemacht. Vor allem den Vorträgen und Exkursionen bescheinigte das Stadtoberhaupt, den Blick für das Besondere geboten zu haben – und noch immer zu bieten. Zugleich aber habe der Verein in den letzten 25 Jahren selbst Heimatgeschichte geschrieben. Gemeinsam dürfe man sich nun auf die Eröffnung des Tabakmuseums in der wieder errichteten Zehntscheune freuen. Wohl das schönste Geschenk für einen Verein zu seinem Jubiläum – und Motivation zugleich, Hockenheims Geschichte lebendig zu erhalten. Er sei sich sicher, so der OB abschließend, dass der Verein für Heimatgeschichte auch für die zukünftigen Aufgaben und Herausforderungen einen „langen Atem“ haben werde.
Den Begriff „Heimat“ stellte Dr. Volker Kronemayer, stellvertretender Vorsitzender des Landesvereins Badische Heimat, in den Mittelpunkt seiner Festansprache. Schade nur, dass der interessante und hörenswerte Vortrag je länger er dauerte zu einer umfassenden Vorlesung wurde, der die Zuhörer irgendwann nicht mehr folgen wollten – oder konnten. Nach dem „Zuviel des Guten“ war die folgende Ehrung eine dankbar aufgenommene Fortführung der Feierstunde, die in der gelungenen, musikalisch-heiteren Umrahmung durch Anke Palmer (Querflöte) und Christian Palmer (Flügel) ihre besondere Momente hatte.
Gemeinsam mit Fritz Anseltment nahm Alfred Rupp zum Ausklang des Festaktes schließlich die Ehrung der Gründungsmitglieder vor, die sich nicht nur an einem besonderen Tropfen, sondern auch an einer von Klaus Weinmann ansprechend gestalteten Ehrenurkunde erfreuen durften. Geehrt wurden Dieter Albiez, Karl-Heinz Auer, Philipp Bickle, Manfred Christ I, Manfred Christ II, Josef Diller, Horst Dorn, Heinz Eichhorn, Gerhard Frank, Bernhard Franke, Bernhard Fuchs, Magda Fuchs-Hocker, Otmar Geiger, Volker Grein, Dr. Siegfried Heiden, Manfred Hoffmann, Alfred Holzinger, Udo Huss, Willi Keller, Alfons Keppler, Alfred Kühnle, Lothar Kuppinger, Günter Marquetant, Reinhard Marquetant, Heinz Naber, Werner Offenloch, Siegfried Renz, Hans Rieder, Willi Ries, Alfred Rupp, Gustav Schrank, Georg Seiler, Sparkasse Heidelberg, Günter J. Sporys, Heinrich Stroh, Hermann Träutlein, Klaus Weinmann, Manfred Wöhr, Edgar Zahn, Christel Zahn und Werner Zimmermann.
Mit einem Stehempfang im Foyer der Stadthalle klang dann der Festakt mit vielen Gesprächen und Erinnerungen am gestrigen Sonntag aus.

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