Kurpfalz Regional Archiv

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Ein Straßenfest mit einer ganz besonderen Atmosphäre

12.09.10 (Reilingen)

52. Fest der Dorfgemeinschaft zugleich 30. Straßenfest / Gelungene Mischung aus kulinarischer Vielfalt und kulturellen Angeboten

Wie in all den Jahren zuvor strahlte auch die 30. Auflage des beliebten Reilinger Straßenfestes wieder eine ganz besondere Atmosphäre aus. Schuljahrgänge, Freunde, Nachbarn und Verwandte trafen sich den ganzen Samstag über in den zu urigen Besenwirtschaften umgestalteten Innenhöfen oder an den Ständen rund um das Franz-Riegler-Haus. Dem Erfolgsrezept der Traditionsveranstaltung blieben die Gemeinde als auch die mitveranstaltende Kultur- und Sportgemeinschaft auch in diesem Jahr treu. Die gelungene Mischung aus kulinarischer Vielfalt und kulturellen Angeboten kam bei den vielen Besuchern aus der ganzen Kurpfalz gut an und sorgte dafür, dass die Letzten das Festgelände erst in den frühen Morgenstunden verließen.
Das kulinarische Angebot war wie immer vielfältig, die Liebhaber deftiger Speisen hatten ebenso die Qual der Wahl wie verwöhnte Feinschmecker. Wer nach Champagner mit Lachsspezialitäten oder einem original badischen Hochzeitsessen eine besondere Abrundung seines Straßenfest-Menüs suchte, der wurde gleich an mehreren Ständen fündig. Nur die seit 30 Jahren bei alt und jung so beliebten Waffeln der „Freunde Reilinger Geschichte“ nach einem über 125-jährigen Rezept aus Mutter Müllers Kochbuch suchte man vergebens. Ob der neuen, vor allem für viele Vereine nicht immer so einfach nachvollziehbaren Hygienevorschriften hatten sich in diesem Jahr die Heimatfreunde dahingehend entschieden, mit dieser seit Generationen beliebten Tradition zu brechen. Dafür gab es am Stand des Arbeitskreises Burg Wersau das vor allem bei Kindern nicht minder beliebte Stockbrot – am offenen Feuer entweder herzhaft oder würzig-süß ausgebacken. Ein weiterer kulinarischer Knaller waren zudem die leckeren CVJM-Currywürste mit einer Auswahl von unterschiedlichen Soßen.
Ging es an den Ständen des Turnerbundes „Germania“ und des Sportclubs 08 beim Torwandschießen eher sportlich zu, lud der Arbeitskreis Burg Wersau in seine Historische Werkstatt ein. Erwachsene wie Kinder konnten sich hier in verschiedenen alten Handwerkstechniken üben oder sich über den aktuellen Forschungsstand und die verschiedenen Aktivitäten der Burgenfreunde informieren.
An Höhepunkten reich war das attraktive Bühnenprogramm, das von Sabine Petzold als Kulturmanagerin des Straßenfestes zusammengestellt und erstmals von Hella Müller in beeindruckender Weise moderiert wurde. Neben der Blaskapelle der Reilinger Musikfreunde und dem Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr sorgten die Chöre des Sängerbunds und des Männergesangvereins 1902 zusammen mit dem Jugendorchester des Hohner Akkordeon-Orchesters für den guten Ton. Die Auftritte der TANZplus-Formationen, der KVR-Junioren-Tanzgarde, der Hip-Hop-Tanzgruppe „Like Fire“ und der Show-Tanzgruppe Top-Fit mit lateinamerikanischen Tänzen erhielten ebenso den wohlverdienten Applaus der dicht gedrängt stehenden Zuschauer vor der neuen Bühne auf dem Lindenplatz wie die actionreichen Vorführungen des Judoclubs, des Athletenvereins oder der Viet-Tu-Ve-Kampfsportgruppe.
Zu einer Bereicherung für das selten so vielseitige Programmangebot wurde der abendliche Premierenauftritt der Reilinger Band „Dorfrock“ auf der neuen Bühne im Lutherhaus-Garten. Was dort zu hören war, war große Klasse, ebenso wie das Repertoire des Duos „JayCee“ mit Jens Penther und Charly Weibel, das ebenso seine vielen Zuhörer restlos begeisterte. Alles in allem waren die beiden zusätzlichen Bühnenstandorte für das Straßenfest eine echte Bereicherung und lässt auf Fortführung in den kommenden Jahren hoffen.
Abgerundet wurde das abendliche Musikprogramm von der Band Echtzeit der Musikschule Hockenheim, während wenig später in der Fahrzeughalle des Feuerwehrhauses die ZAP-Gang einmal mehr ihrem Kultstatus beim vor allem jugendlichen Publikum gerecht wurde.
Und bei den Kindern kam das Pumpwerk-Spielmobil ebenso gut an wie das Karussell am Feuerwehrhaus.
Rückblickend also eine rundum gelungene Veranstaltung, die zwar in den Nachmittagsstunden unter einem Besucherrückgang zu leiden hatte, aber am Abend ihrem in der Region bereits legendären Ruf einmal mehr gerecht wurde.

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