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Eine Powerfrau sagt "Adieu"

29.11.05 (Hockenheim)

Evangelische Kirchengemeinde verabschiedet Gemeindediakonin Margit Meyer-Düttingdorf / Besonderes Engagement für die Ökumene gewürdigt / Neue Wirkungsstätte in Eppelheim/Plankstadt
Mit einem von Herzen kommenden „Adieu“ verabschiedete sich am Sonntag die seit 15 Jahren in Hockenheim tätige Gemeindediakonin Margit Meyer-Düttingdorf nicht nur von der evangelischen Kirchengemeinde sondern von der ganzen Rennstadt. Wie stark sie in dieser Zeit das öffentliche Leben durch ihr Wirken über ihr eigentliches Aufgabengebiet hinaus mitgeprägt hat, wurde während eines Stehempfangs im Lutherhaus deutlich. Hatten im Festgottesdienst in der Stadtkirche, der von der Evangelischen Kantorei und Christian Bühler an der Orgel musikalisch feierlich umrahmt wurde, bereits Dekan Hans-Joachim Zobel (Schwetzingen) und die Kirchengemeinderatsvorsitzende Friedel Christ das seelsorgerische Wirken der scheidenden Gemeindediakonin gewürdigt, nutzten jetzt viele andere Redner die Gelegenheit, um Margit Meyer-Düttingdorf für deren Engagement zu danken und das Wirken zum Wohl vieler Menschen und Gruppen zu würdigen.
Obwohl bei rund 7000 evangelischen Christen eigentlich nur für knapp ein Drittel der Bevölkerung zuständig, habe Margit Meyer-Düttingdorf auch für das restliche Zweidrittel der Hockenheimer segensreich gewirkt, stellte Oberbürgermeister Dieter Gummer in seiner Ansprache fest. In all den Jahren habe sie stets Gemeinsamkeiten unter den Menschen gesucht, begründet und gepflegt. Er sei dankbar, dass so in der Großen Kreisstadt zwischen den verschiedenen Religionen das gegenseitige Verstehen gepflegt würde. „Wir verlieren nur ungern einen so sympathischen und offenen Menschen“, dankte das Stadtoberhaupt der Gemeindediakonin für ihr Wirken.
In gereimten Worten überbrachte Pfarrer Jürgen Grabetz gemeinsam mit dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Rolf Schmelcher den Dank der katholischen Kirchengemeinde. Er würdigte die scheidende Gemeindediakonin als „Powerfrau für Gemeinde, Stadt – und vor allem die Ökumene“. Als riesiges Organisationstalent mit viel Kompetenz habe Margit Meyer-Düttingdorf aber auch stets die Kleinigkeiten im Auge und einen Blick für die Realität gehabt. „Ein Mensch wie sie wird uns allen fehlen.“
In den Abschiedsworten der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde stellte Annemarie Wüst fest, dass mit dem Wechsel nach Eppelheim/Plankstadt Margit Meyer-Düttingdorf die Chance habe, auch in einem anderen Aufgabenbereich „noch einmal in aller Kraft durchzustarten“.
In weiteren Ansprachen bedauerte Erwin Thomé (Arbeitskreis christlicher Kirchen), dass jetzt der „gute Geist der Ökumene“ die Rennstadt verlasse, während Herbert Ullrich, Prediger der Evangelischen Gemeinschaft, feststellte, dass Margit Meyer-Düttingdorf der Ökumene gut getan habe.
Für den Oberkirchenrat der Badischen Landeskirche freute sich Annemarie Andritschki, dass es gut zu hören sei, „welch gute Mitarbeiterin wir hier in Diensten haben“.
In zum Teil sehr persönlichen Ansprachen nahmen nach einem Umtrunk Pfarrerin Dorothea von Choltiz, Pfarrer Stefan Scholpp, Kantor Christian Bühler und Kirchengemeinderatsvorsitzende Friedel Christ mit einer szenischen Darstellung Abschied von ihrer Kollegin. „Sie hat in all den Jahren eine große Ernte eingefahren.“ Felicitas Offenloch-Brandenburger dankte für die gesetzten Impulse bei der Friedensinitiative und im Jüdischen Arbeitskreis, Käthe Eichele erinnerte an das Wirken zum Wohle der ökumenischen Seniorennachmittage. Tränenreich-heiter auch das Verabschieden von der evangelischen Jugend, den Kindergärten, dem Mittwochsfrauenkreis und von den Feminale-Frauen.
Mit einem „vorletzten Adieu“ (sie wird noch einige Zeit an der Gustav-Lesemann-Schule unterrichten und auch die Konfirmanden weiter begleiten) dankte am Ende des Abschiedmarathons, der von Christian Bühler sowie Antje und Klaus Truderung musikalisch umrahmt wurde, Margit Meyer-Düttingdorf allen Anwesenden für eine lange Zeit des gemeinsamen Wirkens. „Ich habe in all den Jahren in Hockenheim etwas ganz Besonderes erlebt.“

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