Kurpfalz Regional Archiv

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* Kommunalpolitiker mit Leib und Seele feierte Geburtstag

17.09.09 (Reilingen)

Gemeinde Reilingen und die Kultur- und Sportgemeinschaft hatten zum Geburtstagsempfang für Bürgermeister Walter Klein eingeladen / 60. Geburtstag im Kreis der Familie, guter Freunde, vieler Weggefährten und der ganzen Dorfgemeinschaft gefeiert
Mit einer bisher noch nicht dagewesenen Programmvielfalt wurde in der Mannherz-Mehrzweckhalle am Mittwochabend der 60. Geburtstag von Bürgermeister Walter Klein in aller Ausführlichkeit gefeiert. So waren an der von der Gemeinde Reilingen und der Kultur- und Sportgemeinschaft gemeinsam organisierten Feier nicht nur alle Musik- und Gesangsvereine mit von der Partie, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger der Spargelgemeinde waren gekommen, um dem beliebten Gemeindeoberhaupt zu seinem runden Geburtstag zu gratulieren. Während die vielen geladenen Ehrengäste, unter ihnen der Bundestagsabgeordnete Olav Gutting, Landrat Dr. Jürgen Schütz, der Dielheimer Bürgermeister Hans-Dieter Weis als Vertreter des Gemeindetages Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dieter Gummer und Bürgermeister Werner Zimmermann aus der benachbarten Rennstadt Hockenheim, sowie die Bürgermeister Hartmut Beck (Altlußheim) und Gunther Hoffmann (Neulußheim), in der dem Anlass geschmückten Halle Platz nahmen, wurde Walter Klein zusammen mit seiner Ehefrau Brigitte vom Reiterverein in einer prächtigen Kutsche zur Mannherzhalle eskortiert. Dort standen bereits die Freunde Reilinger Geschichte parat, um das Geburtstagskind ganz im Stil der alten Zeit zu begrüßen. Unter dem Kommando von Michael Maier waren die Böllerschützen des örtlichen Schützenvereins sowie der Gruppe „Owwaroisa Schweffl“ aus Oberöwisheim angetreten, um Salut zu schießen. Als Wersauer Burggraf übermittelte Philipp Bickle die Glückwünsche der Heimatfreunde, ehe der Jubilar in einer Sänfte sitzend von den Wersauer Burgmännern Jürgen Dörfer, Frank Reeb, Uwe Keim und Andreas Dörfer unter dem Beifall der mehrhundertköpfigen Gratulantenschar in die Halle getragen wurde. Dort eröffnete Otmar Geiger in der Gestalt des Wersauer Burgvogtes mit einem gereimten Prolog das Festprogramm.
Originell auch die Begrüßung der großen Gästeschar durch Bürgermeisterstellvertreter Peter Geng, der in die Rolle der Reilinger Traditionsfigur des Ortsbüttels geschlüpft war. Seine „Bekanntmachungen“ waren dem Anlass entsprechend abgefasst und sorgten gleich für eine lockere und gelöste Stimmung im Saal. In seiner Laudatio ging Geng auf das bisherige Leben und den Werdegang von Walter Klein ein. Dass dieser die Verwaltungslaufbahn eingeschlagen habe, sei nicht verwunderlich, denn er sei in ständigem Blickkontakt zum Reilinger Rathaus aufgewachsen.
Dass Walter Klein am 16. Juni 1997 unbewusst die Bundespolitik beeinflusst habe, machte der Bürgermeisterstellvertreter mit einem Hinweis auf die damalige Bürgermeisterwahl deutlich, als der Jubilar den heutigen FDP-Bundesgeschäftsführer Dirk Niebel deutlich auf den zweiten Platz verwies. Der Gemeinderat, aber auch die ganze Spargelgemeinde seien heute dankbar, einen Bürgermeister mit Pferdeverstand zu haben, dem die Gäule nicht durchgehen würden. Zudem seien ihm Harmonie sehr wichtig, ebenso die Begriffe Tradition und Kontinuität. „Wir sind froh, einen solch integeren, fachlich sehr kundigen, dabei aber stets gutgelaunten Bürgermeister an unserer Spitze zu wissen.“
Landrat Dr. Jürgen Schütz gratulierte mit persönlichen Worten nicht nur einem „hoffnungsvollen“ Kreisrat, sondern auch einem engagierten Reiterkameraden und bodenständigen Familienmenschen. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Olav Gutting dankte einem „Kommunalpolitiker mit Leib und Seele“ für die gute Zusammenarbeit und sah in Walter Klein einen Teil eines erfolgreichen Baden-Württemberg mit starken Kommunen und engagierten Bürgermeistern an der Spitze. Dass gerade der 60. Geburtstag auch ein Fest der Gelassenheit und Weisheit sei, stellte Bürgermeister Hans-Dieter Weis (Dielheim) als Vertreter des Gemeindetages fest. „Ein Sechziger ist ein reifer, stolzer, geedelter und erfahrener Jahrgang.“
Fast schon philosophisch betrachtete Bürgermeister Werner Zimmermann den Sinn und Zweck von Geburtstagen und nannte Walter Klein in den Glückwünschen für die Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim „einen Mann des vernünftigen Ausgleichs, der die Kunst beherrscht, Vorschriften zum Wohl der Menschen zu dehnen, ohne sie zu brechen.“ Hörenswert auch die Worte der neuen evangelischen Pfarrerin von Reilingen, Stephanie Nuß. Die Bibel zu Hilfe nehmend packte sie alle heiligen Zahlen in die 60 Lebensjahre von Walter Klein, die das Geburtstagskind als „wahren Schatz, wertvoll, nahezu unbezahlbar und im besten Mannesalter“ beschreiben würden. Ihr katholischer Kollege Jürgen Grabetz, bekannt für seine Meinung, dass Grußworte die moderne Form der Christenverfolgung seien, beschloss die kirchlichen Segenswünsche mit einem deutlichen „Amen“ („So sei es“).
Nach den Glückwünschen der Freiwilligen Feuerwehr durch deren Kommandant Mike Supper und Christine Deiniger vom Personalrat der Gemeindeverwaltung gratulierte Sabine Petzold, die Vorsitzende der Kultur- und Sportgemeinschaft namens der Reilinger Vereine, Gruppen und Institutionen. Gemeinsam mit Schornsteinfeger Sören Gärtner überreichte sie Walter Klein ein ausgefallenes Geburtstagsgeschenk: Die Patenschaft über ein am Morgen geborenes Bullenkalb auf dem Schröderschen Bauernhof in der Fröschau. „Wir haben es auf den Namen Walter getauft.“
Ein ob der vielen Ehrbezeigungen gerührter, aber zugleich strahlender Walter Klein dankte am Ende der öffentlichen Geburtstagsfeier für die vielen Glückwünsche, Geschenke und die Spenden für den von ihm ins Leben gerufenen „Fond Reilinger Nothilfe“. Das Feiern seines 60. Geburtstages im Kreis seiner Familie, guter Freunde, vieler Weggefährten und der ganzen Dorfgemeinschaft sei für ihn aber das schönste aller Geschenke. Schmunzelnd stellte er fest, dass nach 60 Jahren zwar der erste Lack ab sei, die darunter liegende Grundierung aber noch voll in Schuss: „Ich fühle mich noch frisch, jugendlich und frohen Mutes, mich den vor mir liegenden Aufgaben und Herausforderungen zu stellen!“
Und wie es sich für eine intakte und lebendige Dorfgemeinschaft gehört, sorgten alle Kulturvereine der Spargelgemeinde für eine stimmungsvolle und würdige Umrahmung der Feierstunde. Dank einer engagierten Protokollchefin Sabine Petzold, die scheinbar zugleich vor und hinter den Kulissen für den reibungslosen Ablauf des Festabends sorgte klappten die Auftritte des Kinderchores der Friedrich-von-Schiller-Schule, des katholischen und evangelischen Kirchenchores, des MGV-Männerchores und der Choryfeen, des Sängerbundes und der Formation „Sing2gether“ ebenso wie das musikalische Spiel des Hohner Akkordeon-Orchesters, des Spielmannszuges der Freiwilligen Feuerwehr, sowie der Kapellen des Musikvereins „Harmonie“ und der Musikfreunde. Herausragend dabei der erste gemeinsame Auftritt aller Chöre mit dem „Irischen Segen“ und das gelungene Zusammenspiel der Musikkapellen unter dem gemeinsamen Leitung der Reilinger Musikerlegende Willi Ehringer.
Nach dem die Feier abschließenden „Badner Lied“ musste Walter Klein noch viele Hände schütteln und Glückwünsche der anwesenden Gäste entgegennehmen. Als er dann aber endlich Zeit hatte, die riesige Geburtstagstorte anzuschneiden und allen davon ein Stück zu verteilen, klang der Festabend auch dank der nimmermüden Unterstützung vieler Rathausmitarbeiter in gemütlicher Runde aus. Ein Abend, der nicht nur dem Geburtstagskind noch lange in Erinnerung bleiben dürfte …

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