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Neue Duschanlage für Sporthalle

14.06.06 (Reilingen)

Gemeinderat vergibt Aufträge / Kritik an Öffentlichkeitsarbeit bei Minister-Wanderung / „Geruch von Parteienwirtschaft“ vermeiden
„Die Duschanlagen in der Sporthalle sind defekt“, überraschte Bürgermeister Walter Klein während der jüngsten Gemeinderatssitzung die anwesenden Ratsmitglieder und Zuhörer. Da unkontrollierte Überströmungen zwischen dem Kalt- und Warmwassernetz auftreten würden, erschwere dies auch erheblich die Legionellen-Prophylaxe. Da für die Armaturen und Rückschlagventile keine Ersatzteile mehr verfügbar seien, müssten die Duschanlagen in der Fritz-Mannherz-Sporthalle komplett erneuert werden. Von einer Runderneuerung der alten Anlage wolle man absehen, da die Kosten dafür nur unwesentlich geringer ausfallen würden als bei einer Neuanschaffung. Der Gemeinderat stimmte der überplanmäßigen Ausgabe einstimmig zu, für die benötigten Mittel in Höhe von 18524 Euro ist eine entsprechende Deckung gewährleistet.
Einstimmig auch die Vergabe von Maler- und Putzarbeiten zur Sanierung der Außenfassaden des historischen Gasthauses „Zum Löwen“, des alten Wasserwerkes, der Abwasserhebeanlage Herten und der Fritz-Mannherz-Sporthalle. Die benötigten Mittel in Höhe von 35650 Euro stehen im Vermögenshaushalt zur Verfügung.
Abschließend stimmten die Ratsmitglieder einer Verlängerung der Veränderungssperre für den Bereich „Sondergebiet Lebensmittelmarkt“ in der Ortsmitte zu. Damit soll ein reibungsloser Ablauf des Aufstellungsverfahrens eines Bebauungsplanes sowie die Sicherung der Planziele gewährleistet werden.
Am Ende der Sitzung rügte Friedrich Feth (Freie Wähler) die Öffentlichkeitsarbeit während der Wanderung von zwei Landesminister und deren Einkehr zu einem Spargelessen in Reilingen. So sei vom damals amtierenden Bürgermeisterstellvertreter Bernhard Krämer (CDU) lediglich der CDU-Ortsverbandsvorsitzende Markus Lützel informiert worden, jedoch nicht die anderen im Gemeinderat vertretenen Parteien und Wählergruppen. Um den „Geruch von Parteienwirtschaft“ zu vermeiden, sollten zukünftig bei ähnlichen Anlässe auch alle anderen Partei- oder Fraktionsvorsitzenden vorab informiert werden.
Genau dies sei in diesem Fall nur schwierig möglich gewesen, da auch er „sehr kurzfristig“ von dem hohen Besuch erfahren habe, entschuldigte Krämer die Situation und sein Handeln.
Dieter Rösch (SPD) legte noch nach und wunderte sich darüber, dass der Bürgermeister und sein Stellvertreter in Sachen Gemeindepartnerschaften „in Halb Europa“ umherreisen würden, ohne dass der Gemeinderat vorher informiert worden sei. Dem sei nicht so, betonte Bürgermeister Walter Klein. Den Besuch in der italienischen Spargelmetropole Mezzago habe er nicht als Reilinger Bürgermeister sondern in seiner Funktion als zweiter Vorsitzender des Fördervereins Spargelbau im Rhein-Neckar-Kreis unternommen. Dabei seien der Gemeinde Reilingen keine Kosten entstanden. „Entscheidungen über weitere Gemeindepartnerschaften werden selbstverständlich im Gemeinderat beraten und getroffen“, verdeutlichte das Gemeindeoberhaupt abschließend.

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