Kurpfalz Regional Archiv

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* Unerwartete Punktlandung für die Gemeindefinanzen

17.07.07 (Reilingen)

Bürgermeister Walter Klein stellt dem Gemeinderat die Jahresrechnung 2006 vor / Höhere Einnahmen bescheren satten Überschuss / Pro-Kopf-Verschuld von 823 Euro steht einem Guthaben von 7.573 Euro/Einwohner gegenüber
Pünktlich vor der Sommerpause legte Bürgermeister Walter Klein am Montagabend während der öffentlichen Sitzung des Reilinger Gemeinderates alle kommunalen Jahresabschlüsse für 2006 zur Beratung und Beschlussfassung vor. In der gewohnten Routine seiner früheren Tätigkeit als Kämmerer präsentierte er dem Ratsgremium, aber auch vielen Zuhörern das umfassende Zahlenwerk in einer übersichtlichen Kurzform. Dabei stellte Klein gleich zu Beginn seiner Ausführungen fest, dass sich die Haushaltslage der Spargelgemeinde deutlich besser entwickelt habe als zunächst erwartet. „Ich möchte sogar sagen, 2006 haben wir ein sehr gutes Ergebnis erreicht.“
Dies gelte vom Grundsatz her auch für den Vermögenshaushalt, obwohl dieser durch die Kredite für zahlreiche Investitionsvorhaben belastet wurde und dadurch die Gesamtverschuldung weiter angestiegen sei.
Der Bürgermeister hob hervor, dass der Verwaltungshaushalt letztendlich unerwartet mit einem Plus abgeschlossen habe. Anstatt dem erwarteten Minus von 177000 Euro habe sogar eine hohe Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt erwirtschaftet werden.
„Mit einem Plus von 842000 Euro zwischen Planung und Ergebnis haben wir die viertbeste Ergebnisverbesserung in der Geschichte unserer Gemeinde erreicht“, so ein sichtbar zufriedener Walter Klein. Zurückzuführen sind die Mehreinnahmen vor allem auf die Gewerbesteuer in Höhe von 1,1 Millionen Euro, was einem satten Plus von 426000 Euro entspricht. Höher ausgefallen als erwartet sind aber auch der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (plus 187000 Euro) und die Schlüsselzuweisungen vom Land mit einem Plus von 242000 Euro. „Damit trägt wieder einmal – und das im fünften Jahr in Folge – die Gewerbesteuer den größten Anteil an dieser positiven Entwicklung.“
Einen Teil dieser Gewerbesteuereinnahmen wolle man ja gerne den örtlichen Betrieben durch die finanzielle Förderung zusätzlicher Ausbildungsplätze wieder zurückerstatten, betonte das Gemeindeoberhaupt. „Aber leider wurde von diesem Angebot bisher noch kein Gebrauch gemacht!“
Obwohl die Entwicklung auf der Ausgabenseite des Verwaltungshaushaltes nicht zu einem noch besseren Ergebnis beitragen konnte (Mehrausgaben von 124000 Euro), dürfe alles in allem von einer Ziellandung gegenüber der Ausgangsplanung gesprochen werden.
Mit einem Blick auf den Vermögenshaushalt stellte Klein fest, dass hier nicht alles uneingeschränkt positiv verlaufen sei.
Das gesamte Investitionsvolumen musste mit neuen Krediten in Höhe von 1,2 Millionen Euro finanziert werden. „Insgesamt haben wir im letzten Jahr zahlreiche Investitionen für über zwei Millionen Euro bewältigt.“ Er erinnerte in diesem Zusammenhang an die abschließende Finanzierung der Sanierung und Erweiterung des Feuerwehrhauses, den Neubau des Oberlin-Kindergartens, die Generalsanierung des Wohnhauses Hauptstraße 25, weitere Maßnahmen im neuen Sanierungsgebiet sowie die Umgestaltung und Modernisierung von Gemeindestraßen.
Die hohe Zuführung aus dem Verwaltungshaushalt habe aber die Finanzierung dieser Vorhaben erleichtert.
Ein Highlight im abgelaufenen Jahr sei aber ohne Zweifel die Zuführung von 375000 Euro zur Allgemeinen Rücklage, dem „Sparbuch“ der Gemeinde. „Erstmals seit 1999 können wieder Mittel in die Rücklage eingestellt werden.“ Dies würden im laufenden Jahr unter anderem zur Finanzierung von wichtigen Grundstücksankäufen verwendet werden. „Gleichzeitig ist aus heutiger Sicht davon auszugehen, dass wir die für 2007 eingeplanten Kredite nicht in Anspruch nehmen müssen“, so Walter Klein.
Einen Wermutstropfen bei aller Freude über diese Rücklagenzuführung konnte er dann aber doch nicht verschweigen: „Auch 2006 war das Bauplatzverkaufsgeschäft erneut alles andere als zufriedenstellend.“ Anstelle der geplanten Einnahmen aus Bauplätzen im Baugebiet Holzrott IV in Höhe von 600000 Euro konnten gerade mal 83500 Euro eingenommen werden.
Die Gesamtverschuldung der Gemeinde Reilingen lag zum Jahresende 2006 bei 5,9 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 823 Euro entspricht.
Diesen Verbindlichkeiten steht ein gesamtes Vermögen der Spargelgemeinde von rund 54 Millionen Euro (7573 Euro/Einwohner) gegenüber. (og)
 

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