Kurpfalz Regional Archiv

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Urige Stimmung und deftige Spezialitäten mit Tradition

16.08.10 (Hockenheim)

Siedlerfest des MGV „Eintracht“ seit Generationen ein Begriff für besondere Atmosphäre und Qualität / Zum 40. Mal wurde jetzt im Siegelhain gefeiert
„Wir sind eben das Original“, schmunzelt der Vorsitzende des Männergesangvereines „Eintracht“, Siegfried Zahn, und ist wie die große Zahl der vielen Helferinnen und Helfer sichtlich zufrieden und erfreut, dass sich auch das 40. Siedlerfest ungebrochener Beliebtheit erfreut. Das Fest im Siegelhain war vor vier Jahrzehnten das erste seiner Art, hatte von Beginn an durchschlagenden Erfolg und begeistert seitdem die Besucher, die längst aus der ganzen Metropolregion in großen Scharen auf den Bauernhof der Familie Schmitt in der Hockenheimer Rheinniederung kommen. Auf dem schmucken Bauernhof im Siegelhain ist es bereits die dritte Generation, die alljährlich den nicht geringen Aufwand mitträgt, das große Fest durchzuführen. Peter Christ, einst selbst aktiver Sänger bei der „Eintracht“, war der erste Gastgeber, Hilde und Werner Christ hießen die Eintracht-Leute und ihre Gäste ebenso willkommen wie dies zwischenzeitlich auch Doris und Helmut Schmitt gerne tun.
Auch in diesem Jahr hatte man den großen Schopfen zu einem urigen Lokal mit großem Biergarten unter den schattigen Nussbäumen umfunktioniert. Und da in diesem Jahr erstmals keine Tabakernte zum Trocknen aufgehängt war, wurde der hinzugewonnene Platz nicht nur für ein paar weitere Bankreihen für die vielen Besucher genutzt, sondern auch die Essensausgabe unter das Dach der Halle verlegt. Es sind gerade die deftigen Spezialitäten aus dem Wurstkessel, denen das Siedlerfest seinen legendären Ruf verdankt. Auch zu diesem Siedlerfest wurde das Fleisch der eigens für das Fest großgezogenen Schweine vor Ort zu den Leckereien verarbeitet, die die Kurpfälzer so schätzen: Leber- und Griebenwurst, Schwartenmagen und Bratwürste. Und an beiden Tage dampfte in den großen Kesseln das Wellfleisch, das stets frisch auf den Tellern angerichtet und mit Sauerkraut, der typisch Hockenheimer Spezialität, serviert wurde.
Wem mehr nach fleischloser Kost war, der erfreute sich an einem köstlichen Handkäse mit Musik und ergänzend dazu gab es eine große Kuchenauswahl. Die Vielfalt der oft nach Familienrezepten selbst gebackenen Kuchen war groß, die Auswahl daher auch nicht immer leicht. Zu köstlich und verlockend, was da zur Kaffeestunde geboten wurde.
Und was passt geradezu ideal zu so einem volkstümlichen Fest? Natürlich viel Musik, Gaudi und Gesang. Wie bereits vor zwei Jahren begeisterte das Gesangs- und Unterhaltungsduo Thomas & Christoph die Besucher in dem bis auf den letzten Platz gefüllten Schopfen und draußen im idyllischen Biergarten. Der sonntägliche Sängerfrühschoppen stand dagegen ganz im Zeichen des Chorgesangs. Die Sängerinnen und Sänger der Liedertafel und des Sängerbundes-Liederkranz hatten einen bunten Reigen bekannter Melodien mitgebracht, wären der Seemannschor der Marinekameradschaft mit seinem maritimen Liedgut vom Nordseestrand ins Binnenland grüßte.
Als besonderes Zeichen des Dankes für 40 Jahre Treue zum Siedlerfest hatte sich die „Eintracht“ eine besondere Überraschung ausgedacht: Mit einer fünftägigen Reise in die Lüneburger Heide und ans Steinhuder Meer und einem modernen Flachbildschirm winkten zwei besonders hochwertige Preise in der Sonderverlosung.
Auch wenn das sonntägliche Wetter eher durchwachsen und lange nicht mehr so einladend war wie am Vortag kamen die Besucher in großen Scharen, so dass am Ende Küche und Keller zur Freunde der Gastgeber ausverkauft waren.
Alles in allem gesehen wurde das traditionelle Siedler- und Schlachtfest im Siegelhain einmal mehr seinem gutem Ruf gerecht und bewies, dass es auch nach nunmehr 40 Jahren noch immer nichts von seiner besonderen Atmosphäre und Qualität eingebüßt hat.


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