Kurpfalz Regional Archiv

Geschichte(n) und Brauchtum aus der (Kur-)Pfalz

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* Bibi Blocksberg sorgte für zauberhafte Momente …

07.11.07 (Hockenheim)

… auf der Bühne und im Saal der Stadthalle Hockenheim / Familienmusical als gelungenes Kindertheater / Nur der Zauberbesen „Kartoffelbrei“ konnte nicht fliegen …
Ob nun „Kartoffelbrei“ fliegen wird oder nicht, blieb in der Hockenheimer Stadthalle am Dienstagnachmittag die wohl spannendste Frage unter den mehr als 500 Buben und Mädchen. Sie alle waren nämlich zur Musical-Aufführung „Bibi Blocksberg und der verhexte Schatz“ in die gute Stube der Rennstadt gekommen, und hatten als erfahrene Kenner der im wahrsten Sinne des Wortes zauberhaften Geschichten um die kleine Hexe Bibi, deren Mutter Barbara und natürlich der rasenden Reporterin Karla Kolumna ganz klare Vorstellungen von dem kommenden Treiben auf der Bühne. „Wenn die Bibi nicht auf ihrem Zauberbesen Kartoffelbrei fliegt, ist das echt doof“, brachte die neunjährige Jasmin aus Reilingen die Erwartungen der neben ihr sitzenden Freundinnen klar und deutlich zum Ausdruck. „Und die Karla Kolumna muss auf ihrem Motorroller fahren“, so die Stimme von Jens (8) aus Hockenheim.
Als sich der schwere Vorhang öffnete und einen ersten Blick freigab auf die gewaltige Schlossanlage von Klunkerburg, waren wohl die meisten Kinder im Saal echt beeindruckt. Schlagartig herrschte eine erwartungsvolle Stille im Raum, alle Kinder, aber auch viele Mütter, Väter, Oma oder Opa warteten auf den ersten Auftritt von Bibi Blocksberg (Yvonne Braschke). Als wäre sie aus dem Bilderbuch oder dem Zeichentrickstudio entschlüpft, kam sie unter Donner, Blitz und viel Rauch auf die Bühne. „Die kann ja gar nicht fliegen“, der erste schon ein bisschen enttäuschte Kommentar aus der Tiefe des Stadthallen-Saals. Bereits nach wenigen Minuten war den meisten Buben und Mädchen aber längst egal, ob die Besen der Blocksberg oder von Bibis Freundin Schubia nun fliegen konnte oder nicht. Wichtig war, sie alle lebendig in einem spannenden Abenteuer vor sich zu sehen. Das Bühnenbild war ebenso beeindruckend wie die farbenfrohe Vielfalt der Kostüme. Zusammen mit einer wirkungsvollen Licht- und Nebeltechnik wurden so immer wieder eine ganz besondere Stimmung erzeugt. Dass bei dieser sehenswerten Musical-Inszenierung des Kölner Cocomico-Theaters die Musik aus der Maschine kam und nicht aus dem Orchestergraben, störte eigentlich niemanden. Gesang und Spiel kamen in einer ansteckenden, vor allem kindgerechten Frische daher, die Melodien waren eingängig und entsprechend zeitgemäß arrangiert. Und dass bei einer solchen Tournee-Produktion an den Akteuren gespart wurde, wurde ob einer geschickten Doppel- und Dreifachbesetzung mit spielfreudigen Schauspielerinnen und Schauspieler auch fast nicht bemerkt.
Dank dem Engagement des Stadthallen-Teams wurde dem jungen Publikum mit dem flotten Familienmusical jedenfalls gutes Kindertheater geboten. Die gute Laune des Spiels auf der Bühne wurde von dem begeisterten Publikum gerne aufgenommen. Kein Wunder also, dass letztendlich sich niemand mehr für den fliegenden Zauberbesen „Kartoffelbrei“ mehr interessierte – warum auch bei so einer spannenden Geschichte …  (og)

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