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Die Burg Wersau wieder "sichtbar" machen

20.04.10 (Reilingen)

Mitglieder des AK Burg Wersau der „Freunde Reilinger Geschichte“ zeichnen Grundrisse der ehemaligen Königsburg nach / Immer mehr Spaziergänger und Radfahrer kommen gezielt zur Burg / Informationstafel wird aufgestellt
Die ersten warmen Frühlingstage locken nicht nur viele Spaziergänger und Radfahrer hinaus in wieder ergrünende Natur, sondern auch die engagierten Heimatforscher des Arbeitskreises Burg Wersau der „Freunde Reilinger Geschichte“. So ging es beim jüngsten Aktionstag vor allem darum, einen weiteren Schritt zu tun, um die inzwischen längst legendäre „Burg unter der Grasnarbe“ wieder sichtbar zu machen. Immer wieder würden, so weiß der langjährige Heimatforscher Otmar Geiger zu berichten, viele Heimatfreunde aus der ganzen Region gezielt zum ehemaligen Burggelände am südöstlichen Ortsrand der Spargelgemeinde kommen, um nach der Burg Wersau zu schauen. Da an normalen Tagen so gut wie gar nichts von der einst mächtigen Königsburg zu sehen, ob einiger Geländeverformungen höchstens zu erahnen ist, hatten die Mitglieder des Arbeitskreises bereits in den Wintermonaten an einer besseren Möglichkeit der Darstellung der Forschungsarbeiten gearbeitet. So wurden vier Informationstafeln zusammengestellt, die, sobald das Gestell fertig ist, allen interessierten Passanten die bewegte Vergangenheit der Burg Wersau und späteren Schlossmühle vorstellen wird. Da derzeit noch nicht abschließend geklärt ist, mit welcher Intensität an die archäologischen Grabungsarbeiten herangegangen werden soll, musste ein anderer Weg gefunden werden, um die erste Neugierde vieler Heimatfreunde zu befriedigen. Die zuständige Denkmalschutzbehörde habe, so Philipp Bickle, Vorsitzender des Heimatvereins, eine erste Grabungskampagne für Herbst 2010 in Aussicht gestellt – vorausgesetzt, dass genügend Haushaltsmittel noch zur Verfügung stehen. „Der Erforschung der ehemaligen Burg Wersau wird bei den zuständigen Dienststellen im Regierungspräsidium ein hoher Stellenwert eingeräumt.“
Nach intensivem Quellenstudium und Sichten von Archivalien sowie alten Plänen, ergänzt durch die Forschungsergebnisse der Bodenprospektion, haben nun die Wersau-Forscher Willi Krüger, Gerhard Weier und Oskar Harbich damit begonnen, Aufzeichnungen auf der Bodenfläche aufzubringen. Damit würden, so Otmar Geiger, die zahlreichen Gebäude der ehemaligen Burg zumindest in ihrem Grundriss wieder sichtbar – und die Größe der Burganlage fassbar. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Oberflächenbereiche zunächst von Altholz, Unkraut und anderen Überresten der neueren Zeit befreit werden. Dank der bereits erfolgten Vermessungsarbeiten von Geometer Richard Weber war es unter Zuhilfenahme weiterer Techniken nicht schwierig, die ersten beiden Gebäude im Norden des Burggeländes wieder aufzuspüren und die Grundrisse mit Sägemehl optisch darzustellen. Zugleich wurde von Architekt Oskar Harbich alles genau notiert, vermessen und in einer Planskizze festgehalten. „Wir dokumentieren Schritt für Schritt, so dass irgendwann einmal ein komplettes Bild der Burg Wersau entsteht“, so der Diplom-Ingenieur und in der archäologischen Forschungsarbeit erfahrene Wünschelrutengänger aus Heidelberg. Bereits im Mai sollen während eines weiteren Aktionstages die Strukturen der ehemaligen Stallungen der Burg Wersau herausgearbeitet werden.

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