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Gemeindediakon in sein Amt eingeführt

01.10.06 (Hockenheim)

Thomas Pilz nimmt seinen Dienst im Hockenheimer Gruppenpfarramt auf / Festgottesdienst und Empfang / Zahlreiche Grußworte / Katholiken wurden vermisst
Die personellen Neubesetzungen im Gruppenpfarramt der evangelischen Kirchengemeinde gehen so langsam aber sicher ihrem Ende entgegen. So wurde am Wochenende mit einem festlichen Gottesdienst und einem anschließenden Empfang im Lutherhaus mit Thomas Pilz der neue Gemeindediakon in sein Amt eingeführt. Außerdem war am Rande der Begrüßungsfeier zu erfahren, dass die zweite Pfarrerstelle inzwischen ausgeschrieben wurde und mit deren Besetzung möglicherweise noch in diesem Jahr zu rechnen ist. Für Friedel Christ, Vorsitzende des Kirchengemeinderates, war es so auch eine besondere Freude, dieses Mal nicht zu einer Verabschiedung die Besucher im großen Saal des Gemeindehauses begrüßen zu müssen. Die evangelischen Christen der Rennstadt seien dankbar, dass mit Thomas Pilz aus Ladenburg ein in der Gemeindearbeit erfahrener Diakon die vakante Stelle wieder mit Leben erfüllen würde.
Pfarrer Stefan Scholpp zeigte sich zu Beginn seiner Rede zunächst etwas überrascht und auch enttäuscht über die wenigen Besucher des Begrüßungsempfangs. Dies sei eigentlich untypisch für solche Veranstaltungen, wohl aber mit der fast mittäglichen Stunde an einem Hockenheimer Traditionsfest wie der Kerwe mit begründet. Dennoch zeige die Anwesenheit vieler Gemeindemitglieder, dass man gespannt darauf warte, dass in der Kirchengemeinde „etwas Neues beginnt“.
Im Namen der politischen Gemeinde hieß OB-Stellvertreter Ernst Bohrmann den neuen Diakon in der Rennstadt willkommen. Es sei ihm zu wünschen, hier schnell heimisch zu werden und sich in der Stadt wohl zu fühlen. Dies seien nämlich Grundvoraussetzungen, um als Gemeindediakon erfolgreich tätig zu sein. In Zukunft werde es aber auch über die Kirchengemeinde hinaus immer wieder Berührungspunkte mit der politischen Gemeinde geben – von der Jugend- bis hin zur Seniorenarbeit. „Wir werden in vielen Dingen gemeinsam gefordert sein.“ Der Stellvertreter des Oberbürgermeisters bot Thomas Pilz einen offenen und jederzeit fairen Dialog an und forderte dazu auf, sich unbedingt auch die Zeit zu nehmen, um unbefangen Hockenheim und seine Menschen kennenzulernen.
Etwas überrascht war man in der festlichen Runde dann doch über das Fehlen von Vertretern der katholischen Schwestergemeinde. Pfarrer Jürgen Grabetz und Kooperator Peter Lauber hatten sich wegen der zahlreichen Sonntagsgottesdienste in der Seelsorgeeinheit zwar entschuldigen lassen, dass dann aber auch kein Mitglied des Pfarrgemeinderates oder ein anderer Vertreter der Katholiken in das Lutherhaus gekommen war, wurde mit einer gewissen Enttäuschung registriert. Dennoch dürfe man, so Pfarrer Scholpp deutlich, von einer guten ökumenischen Zusammenarbeit der christlichen Kirchen in Hockenheim sprechen. Dies bestätigten dann auch die Laienvertreterin der evangelisch-methodistischen Kirche, Annemarie Wüst, und Prediger Herbert Ullrich von der Evangelischen Gemeinschaft. Beide hofften auch auf eine gute, zukunftsweisende und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Herbert Ullrich gab zugleich zu bedenken, dass Gott alle Menschen anders gemacht habe. Anders heiße aber nicht schlechter. Daran sollte man sich in der gemeinsamen Arbeit stets erinnern. Nachdem Mitglieder der EVJ den neuen Diakon mit einem „Notfallkoffer“ mit hilfreichem Inhalt für die zukünftige Gemeindearbeit ausgestattet und mit Tabita Kramer vom Andachtskreis eine ehemalige Weggefährtin aus der Käfertaler Unionsgemeinde ihn ebenfalls an seinem neuen Wirkungskreis begrüßt hatte, dankte Thomas Pilz für eine herzliche Begrüßung, die auch mit weniger Menschen sehr schön gewesen sei. Er sei froh, erst mal in der Hockenheimer Kirchengemeinde angekommen zu sein, wo er sich bereits nach wenigen Tagen gut an- und aufgenommen fühle. Als Diakon freue er sich auf die Vielfalt der kommenden Aufgaben, wolle sich aber auch die Zeit nehmen, sich erst einmal in aller Ruhe zu orientieren. „Jetzt gleich loszuspurten wäre falsch, denn dann fehlt vielleicht die Luft für den Endspurt.“
Die Anwesenden nutzten die Zeit nach der offiziellen Begrüßung zu einem ersten Gespräch mit dem neuen Gemeindediakon oder stärkten sich an einem von Hanna Gierke und ihrem Team wunderschön gestalteten herbstlichen Imbissbüfett.

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