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Gesunkener Wasserkonsum spült Geld zurück in Kassen

13.05.05 (Reilingen)

Sorge um Wasser bei Bau eines Tiefbrunnens in Speyer / Wasserzweckverband tagte

Der Wasserverbrauch im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Hockenheim war im vergangenen Jahr rückläufig, was beim Zweckverband „Wasserversorgung Südkreis Mannheim“ zu Einsparungen bei der Bewirtschaftung führte. Zu diesem positiven Ergebnis kommt der Jahresabschluss 2004, der am Mittwochabend von Bürgermeister Walter Klein in seiner Funktion als Verbandsvorsitzendem während der öffentlichen Sitzung im Bürgersaal des Reilinger Rathauses in Anwesenheit von Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer, den Bürgermeister Hartmut Beck (Altlußheim) und Gerhard Greiner (Neulußheim) sowie den in die Verbandsversammlung delegierten Gemeinde- und Stadträten aus den vier Kommunen vorgestellt wurde.Demnach beläuft sich die Bilanzsumme der Jahresrechnung 2004 auf rund 7,577 Millionen Euro bei einem Eigenkapital von knapp 1,58 Millionen Euro. Dem bilanzierten Anlagevermögen von rund 7,49 Millionen Euro stehen dabei Verbindlichkeiten von etwas mehr als sechs Millionen Euro gegenüber, ein Jahresgewinn oder –verlust entstand satzungsgemäß nicht.
Wie Verbandsrechner Volker Müller von der Gemeindeverwaltung Reilingen bei der Vorstellung der Jahresrechnung feststellte, wurden im vergangenen Jahr rund 2,329 Millionen Kubikmeter Wasser durch die sechs Filterbrunnen im Waldgebiet „Untere Lußhardt“ gefördert. Nach der Aufbereitung des Trinkwassers durch das verbandseigene Wasserwerk in Reilingen wurden bei einem Eigenverbrauch von 23 550 Kubikmeter insgesamt 2 305 213 Kubikmeter Wasser an die Haushalte in Altlußheim, Hockenheim, Neulußheim und Reilingen abgegeben. Dies entspreche einem Verbrauchsrückgang um 6,71 Prozent. Dies habe die Ausgaben abzüglich der sonstigen Einnahmen von den im Haushaltsansatz vorgesehenen 1,052 Millionen Euro auf 965 334 Euro reduziert. Dies bedeutet, dass die vier Verbandsgemeinden mit einer Erstattung von 147 088 Euro rechnen können. Während Reilingen 6 340 Euro zurücküberwiesen bekommt, dürfen sich die Kämmerer in Neulußheim (8 493 Euro) und Altlußheim (10 105 Euro) auf etwas höhere Beträge freuen. Für die Rennstadt steht dagegen eine deutliche Rückzahlung ins Haus, denn immerhin waren 2004 die Vorauszahlungen so hoch, dass jetzt 122 148 Euro erstattet werden können.
Die Betriebskosten, die sich die vier Mitgliedsgemeinden entsprechend der Wasserabgabe aufteilen, lagen für Hockenheim bei 541 042 Euro, während auf Altlußheim 128 555 Euro, Neulußheim 134 862 Euro und Reilingen 160 873 Euro entfielen.
Bürgermeister Klein erinnerte die Verbandsversammlung daran, dass trotz der Zurückzahlungen im Wirtschaftsjahr 2004 Gesamtinvestitionen von rund 366 000 Euro getätigt werden konnten. Diese teilten sich vor allem auf in den Neubau des Speicherbehälters 4 beim Wasserwerk und den Bau einer zweiten Förderleitung nach Hockenheim mit 315 500 Euro.
Im weiteren Verlauf der Sitzung berichtete der Verbandsvorsitzende von der jüngsten mikrobiologischen und chemischen Untersuchung des geförderten Wassers. Das Hygieneinstitut der Universität Heidelberg sei dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass auch zukünftig den Menschen im Raum Hockenheim frisches und hygienisch einwandfreies Wasser in gesicherten Mengen zur Verfügung stehe.
Dennoch mache man sich Sorgen um das Wasser im Brunnengebiet. Die Stadtwerke Speyer hätten nämlich vor, auf der anderen Rheinseite Tiefbrunnen anzulegen. In einem Schreiben an die Stadtwerke habe man, so Bürgermeister Klein, um entsprechende Aufklärung gebeten, jedoch bisher noch keine Antwort erhalten. So müsse unbedingt im Vorfeld der Arbeiten geklärt werden, ob durch einen Tiefbrunnen sich der Grundwasserstand im Bereich der Lußhardt verändern oder sogar Hohlräume entstehen können. Mögliche Veränderungen der Wasserqualität könnten durch die Pläne der Stadtwerke Speyer auf keinen Fall hingenommen werden. Auch wenn die beratenden Ingenieure des Zweckverbandes „wahrscheinlich keine Auswirkungen auf die Brunnen im Altlußheimer und Reilinger Wald erwarten“, wolle man, so Walter Klein abschließend, den hohen Qualitätsstand der Trinkwasserversorgung auch zukünftig gesichert sehen.

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