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Jahresrechnung 2004 sorgt für positive Überraschung

19.07.05 (Reilingen)

Verwaltungshaushalt schließt mit 200.000 Euro-Gewinn / Gewerbesteuer höher als erwartet / Investitionsmaßnahmen von rund 870.000 Euro

Mit einer überraschend guten Nachricht eröffnete Bürgermeister Walter Klein die letzte Sitzung des Reilinger Gemeinderats vor der Sommerpause: “Nach Abschluss der Jahresrechnung 2004 stellt sich die Finanzsituation der Gemeinde weitaus positiver dar als dies bei der derzeitigen wirtschaftlichen Situation zu erwarten war. Sowohl Verwaltungs- als auch Vermögenshaushalt haben die Planerwartungen bei weitem übertroffen”. War man zum Zeitpunkt der Planaufstellung des Verwaltungshaushaltes im Dezember 2003 noch von einem erheblichen Defizit von über 500 000 Euro ausgegangen, konnte tatsächlich aber ein Gewinn von 200 000 Euro erwirtschaftet werden. Dass dieses Betrag nun dem Vermögenshaushalt zugeführt werden könne, sei, so das Gemeindeoberhaupt, vor allem den Reilinger Gewerbesteuerzahlern zu verdanken. „Die Planvorgabe von 580 000 Euro wurde mit 905 000 Euro deutlich übertroffen.“ Erneut habe sich die gute Struktur der vielen mittelständischen Betriebe in der Spargelgemeinde positiv bemerkbar gemacht. Bürgermeister Klein machte aber auch deutlich, dass die Gemeindeverwaltung selbst für Einsparungen gesorgt habe. So wurden die Personalausgaben um 189 000 Euro reduziert, die Geschäftsausgaben um 38 000 Euro.
Die Höhe der Investitionsmaßnahmen im vergangenen Jahr bezifferte Klein mit rund 870 000 Euro, die zu 23 Prozent durch den 200 000 Euro-Überschuss finanziert werden konnten. Zur Finanzierung der restlichen Kosten musste aber auf die Allgemeine Rücklage, also das Sparbuch der Gemeinde Reilingen, zurückgegriffen werden. Dass der ursprünglich geplante große Griff von 672 000 Euro auf nur 126 000 Euro reduziert werden konnte, mache das gute Rechnungsergebnis nochmals besonders deutlich, so der Bürgermeister recht zufrieden. „Entgegen aller Erwartungen und Planungen hatten wir so im laufenden Jahr 2005 noch eine freie Rücklage von 430 000 Euro.“ Diese sei aber inzwischen durch zahlreiche Sonderinvestitionen vollständig aufgebraucht worden, dämpfte Walter Klein jede aufkommende Euphorie am Ratstisch.
Da das Rechnungsjahr 2004 ohne neue Kreditaufnahmen abgeschlossen werden konnte, liege die Pro-Kopf-Verschuldung in Reilingen – verglichen mit Gemeinden gleicher Größe – bei akzeptablen 780 Euro. Diesem Betrag gegenüber stünde aber ein Gemeindevermögen von über 53 Millionen Euro, somit 7 600 Euro pro Einwohner.
Auch für die Eigenbetriebe der Spargelgemeinde konnte Bürgermeister Klein recht gute Jahresergebnisse vermelden. So erzielte das bisherige Sorgenkind der Gemeinde, die Kommunale Wohnungsbaugesellschaft, einen Gewinn von 611 000 Euro, mit dem jetzt die Verluste der Vorjahre ausgeglichen werden können. Dass am Ende sogar noch ein Restgewinn von 274 000 Euro zu Buche steht, freute das Gemeindeoberhaupt ganz besonders. „Durch das gute Jahresergebnis hat sich die KWG zum drittgrößten Gewerbesteuerzahler in unserer Gemeinde entwickelt.“ Damit komme dieser Erfolg der KWG auch indirekt dem Gemeindehaushalt zu Gute.
Positiv auch das Ergebnis für den Eigenbetrieb Wasserversorgung, wo der Gewinn dank zahlreicher Einsparungen bei rund 8 803 Euro lag und jetzt mit den vorhandenen Verlustvorträgen aus den Vorjahren verrechnet werden konnte.
In diesem Zusammenhang erinnerte Klein daran, dass den Bürgerinnen und Bürger jeweils nur die Gebühren berechnet würden, die zu einer vollen Kostendeckung notwendig seien. So hätten die Abwassergebühren zum 1. Januar 2005 um 14 Cent je Kubikmeter „deutlich reduziert“ werden können. Einem durchschnittlichen Reilinger Haushalt erbringe dies eine jährliche Ersparnis bei den Abwassergebühren von rund 22 Euro. Diese Gebührenkalkulation würde auch der Jahresverlust von rund 5 533 Euro nicht verändern, da der Verlust mit den vorhandenen Gewinnvorträgen aus den Vorjahren verrechnet werden konnte.

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