Kurpfalz Regional Archiv

Geschichte(n) und Brauchtum aus der (Kur-)Pfalz

  • Museen + Ausstellugen

    … in Bearbeitung

  • Kategorien

  • Tagesarchiv

    Dezember 2020
    M D M D F S S
     123456
    78910111213
    14151617181920
    21222324252627
    28293031  
  • Monatsarchive

  • Admin

* Stimmungsvoller Spaziergang zwischen Nußknackern und Christbaumschmuck

18.11.07 (Altlußheim)

12. Altlußheimer Kunsthandwerkermarkt in der Rheinfrankenhalle / Über 70 Aussteller von Nordrhein-Westfalen bis ins Erzgebirge / Viele Tausend Besucher bummelten durch das Weihnachtsland
Die Möglichkeit zu einem stimmungsvollen Spaziergang im Weihnachtsland zwischen Nussknackern, Krippen und anderen vorweihnachtlichen Herrlichkeiten bot auch in diesem Jahr der Altlußheimer Kunsthandwerkermarkt. Bereits zum zwölften Mal durchgeführt, lockte diese Veranstaltung einmal mehr mehrere Tausend Besucher in die Rheinfrankenhalle, wo man am vergangenen Wochenende viel Zeit mitbringen musste, um modernes Kunsthandwerk ebenso kennenzulernen wie nostalgische Handwerkstraditionen.Die 70 Aussteller aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen sowie der heimischen Kurpfalz hatten wie die Kunsthandwerker aus dem Vogtland, dem Erzgebirge oder auch aus Altlußheims Partnergemeinde Gersdorf bei dem Andrang alle Hände voll zu tun, um ihre Kunstwerke vor manchen „zu neugierigen Händen“ zu schützen.
Auf 1200 Quadratmetern Fläche wurden nicht nur ausgefallene Handwerkstechniken präsentiert, sondern auch die seit Generationen beliebten Traditionsprodukte aus dem Erzgebirge vorgestellt. Aus Seiffen, dem Zentrum der weihnachtlichen Holzarbeiten aus dem Erzgebirge, wurden nicht nur die schönsten Schwibbbögen, Rauschgoldengel und Räuchermännchen ausgestellt. Bildhauermeister Roland Müller, seit zehn Jahren in der Rheinfrankenhalle mit dabei, hatte wieder seine über 80 Jahre alte Drechselbank mitgebracht. Vor den Augen der Besucher entstanden Nussknacker, Räuchermännchen oder andere Rohlinge, die zur Weiterverarbeitung am Maltisch im heimischen Betrieb vorbereitet wurden.
Es waren gerade die lebendigen Werkstätten, die die Veranstaltung abwechslungsreich und auch für Kinder interessant gestalteten. Bei Korbmachermeister Freddy Bopp (Neckarbischofsheim) durfte ebenso unter Anleitung geflochten werden, wie man bei Kunstglasbläsermeister Lothar Müller-Schmoß aus dem thüringischen Bad Lauscha das Entstehen von Christbaumschmuck verfolgen konnte. Faszinierend auch die filigranen Holzarbeiten des erzgebirgischen Meisters im Spielzeughandwerk, Reiner Stöckel, oder die Gebrauchs- und Zierkeramik im traditionell-blauen Bunzlauer Muster.
Auf großes Interesse stieß aber auch der Stand der Hobby-Töpferinnen aus dem Kulturzentrum „Alte Mühle“ der Altlußheimer Partnergemeinde Gersdorf. Kathrin Hübsch und Sabine Görner hatten hübsche Gegenstände mitgebracht, die ohne Töpferscheibe in Handarbeit als Aufbaukeramik hergestellt worden waren.
Nur ein paar Schritte faszinierte Gerd Espig (Bad Schlema) mit seinen prachtvollen Holzschnitzereien, während der Anblick von wunderschön Gehäkeltem oder die Schmuckkreationen der Reilinger Goldschmiedin Diana Dechant nicht nur bei Frauen für glänzende Augen sorgten.
Eine bunte Pracht an Christbaumschmuck und Dekorationsgegenständen, hübsche Bastelarbeiten aus Stoff und Kork sowie die unterschiedlichen Spielzeuge und Weihnachtssterne aus Holz oder Holzspäne machten es nicht einfach, eine Wahl zu treffen. Und die Vielzahl der ausgestellten Krippen zeigte die künstlerisch und handwerkliche Vielfalt beim Bau des wohl bekanntesten Weihnachtssymbol.
Mit dabei waren aber der Verein „Kinderhilfe Senegal“ aus Neulußheim, der Weltladen aus Hockenheim sowie der Lions-Club der Verwaltungsgemeinschaft.
Den gesamten Reinerlös des 12. Altlußheimer Kunsthandwerkermarktes stellt dessen Veranstalterin Maria Schwechheimer wieder für karitative Zwecke zur Verfügung. Wie sie bei der Eröffnung der Veranstaltung mitteilte, gehe der Betrag hälftig an Bedürftige in der Partnergemeinde Gersdorf und den Verein „Vita vitalis“, der in Hockenheim eine Wohngemeinschaft für Demenzkranke betreut.
Bürgermeister Hartmut Beck und sein eigens aus Gersdorf angereiste Kollege, Wolfgang Streubel, dankten Maria Schwechheimer für dieses beispielhafte Engagement, aber auch den rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie der Freiwilligen Feuerwehr für die Unterstützung, die Bewirtung der Besucher und die Unterbringung der auswärtigen Aussteller.  (og)

Kommentare sind geschlossen.

 
error: Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf: post@heimat-kurpfalz.de