Kurpfalz Regional Archiv

Geschichte(n) und Brauchtum aus der (Kur-)Pfalz

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"Vergangenes Leben durch die Gegenwart in die Zukunft getragen"

04.11.06 (Reilingen)

Alt-Bürgermeister Helmut Müller blickt in seiner Festrede auf 25 Jahre „Freunde Reilinger Geschichte“ zurück / Gründungsmitglieder geehrt

Auf 25 Jahre „Freunde Reilinger Geschichte“ blickte Reilingens damaliger Bürgermeister Helmut Müller in seiner Festrede zurück. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen erinnerte er daran, dass der, der die Vergangenheit nicht kenne, die Gegenwart nicht richtig einschätzen würde und in der Zukunft daher meist orientierungslos sei. Dem Reilinger Heimatverein könne man voll Freude und Dankbarkeit gratulieren, auf 25 erfolgreiche Jahre zurückblicken zu können. Jahre, die aber keineswegs nur rückwärts gerichtet gewesen seien. Es sei für den Ort schon etwas Besonderes gewesen, als Inge Bender, Walter Astor, Fritz Bickle, Philipp Bickle, Josef Müller, Ludwig Müller, Bernhard Römpert und Josef Walch öffentlich zur Gründungsversammlung ins Feuerwehrgerätehaus einluden. Ungewöhnlich auch, dass der gleichzeitig veröffentlichte Entwurf einer Vereinssatzung von der Gründungsversammlung unverändert angenommen wurde. Am bemerkenswertesten aber sei, dass der Gründungsvorsitzende Philipp Bickle auch noch nach 25 Jahren an der Spitze der „Freunde Reilinger Geschichte“ stehe – und auch noch Walter Astor und Ingrid Krämer seit dieser Zeit noch immer im Vorstand aktiv tätig seien. Der Altbürgermeister erinnerte daran, dass bereits im Gründungsmonat eine erste Ausstellung zur Ortsgeschichte durchgeführt wurde, der noch viele weitere Ausstellungen und Präsentationen folgen sollten. Nach einem kurzen Rückblick auf die Aktivitäten zur 700-Jahr-Feier oder die Spargelbruderschaft, galten die weiteren Erinnerungen dem Aufbau und der Unterhaltung eines Reilinger Heimatmuseums. Dass mit dem historischen „Löwen“ das nachweislich älteste geschichtsträchtige Gebäude der Spargelgemeinde zum Museumsstandort auserkoren worden sei, nannte Helmut Müller eine weitsichtige, gute Entscheidung. Dennoch habe vielgestaltiges Bauchgrimmen, Kopfweh und Diskutieren habe ausgehalten und durchgefochten werden müssen, bis das Reilinger Heimatmuseum am 9. März 1986 eröffnet werden konnte. Und wie gut die Arbeit der „Freunde Reilinger Geschichte“, allen voran der damalige Museumsleiter Bernhard Römpert, gewesen sei, habe die Auszeichnung als „Vorbildliches Heimatmuseum“ bewiesen. Das Jubiläum sei damit auch der richtige Anlass, an die Frauen und Männer zu erinnern, die mit Herz und Hand im und am Heimatmuseum noch immer arbeiten oder gearbeitet haben. Ihnen allen sei es zu verdanken, dass alte Handwerkstechniken wieder belebt, Museumsgegenstände und Einrichtungen geschickt restauriert und in Vorträgen und Ausstellungen Vergangenes und Gegenwärtiges den Menschen näher gebracht wurde.
Der Festredner gratulierte dem Jubelverein, Traditionspflege „nicht als Asche von Vergangenem zu bewahren, sondern die Glut von vergangenem Leben in unserer Gemeinde durch die Gegenwart in die Zukunft zu tragen“.
Abschließend erinnerte Helmut Müller daran, dass die Ortsgeschichte noch einige Betätigungsfelder zur Förderung von Forschungsarbeiten bieten würde. Eine Herausforderung, die bis zum nächsten Jubiläum wieder mit viel Idealismus, Freude und Begeisterung bereiten könne.
Die Ehrung der Gründungsmitglieder, aber auch der Mitglieder, die noch im Gründungsjahr dem jungen Verein beigetreten waren, ließ die Bühne im Lutherhaus klein werden, denn immerhin konnten 72 Frauen und Männer für ihre 25-jährige Mitgliedschaft die Reilinger Fahne mit dem Hasenwappen als Ehrengabe in Empfang nehmen. Besonders geehrt wurde aber auch Philipp Bickle, dem sein Stellvertreter Uwe Keim mit einer Originalfotografie aus dem badischen Herscherhaus ein ganz besonderes Geschenk überreichte.

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