Kurpfalz Regional Archiv

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Aufwand für Sicherheit und Ordnung immer größer

14.02.10 (Hockenheim)

Weniger Besucher beim 51. Hockenheimer Fastnachtszug / Viele alkoholisierte Jugendliche bereiten Probleme für Polizei und DRK / Neues Sicherheitskonzept scheint zu greifen
Der Endspurt in die tollen Tage beginnt in der Kurpfalz und im benachbarten Bruhrain traditionell mit dem Hockenheimer Fastnachtszug. Bereits zum 51. Mal schlängelte sich am frühen Samstagnachmittag ein närrischer Lindwurm durch die Straßen der Rennstadt, den wie in den Jahren zuvor viele Tausend Menschen in bester Stimmung verfolgten. Obwohl bunt, vielseitig und ausgelassen wie immer, fielen während der fast dreistündigen Narrenparade doch immer wieder einige Dinge auf, die das gewohnte Bild zwar nicht trübten, aber doch Hinweise auf einige Veränderung waren. Obwohl die Besucher in großen Scharen das Geschehen verfolgten, waren kleinere und größere Lücken in den sonst so beliebten Plätzen und Ecken wahrzunehmen. Erfahrene Zugbeobachter als auch die Polizei sprachen am Ende des Fastnachtszuges übereinstimmend von „deutlich weniger“ Besucher als in den Vorjahren. Ob nun das Winterwetter mit einem eisigen Wind nicht so viele Narren an den Zugweg lockte oder ob es das verschärfte Sicherheitskonzept war, das weniger Besucher kommen ließ, werden die Organisatoren spätestens beim nächsten Fastnachtszug erfahren. Gerade das für Hockenheimer Verhältnisse ungewohnte Großaufgebot an Polizei und die Streifen eines von der Stadt eingesetzten Ordnungsdienstes wirkte sich vor allem auf die „Besucher“ abschreckend, die weniger zum närrischen Feiern als mehr zum „Kampftrinken“ Richtung Innenstadt unterwegs waren. Wiederum waren es hauptsächlich junge Menschen, die durch ihren übermäßigen Genuss von alkoholischen Getränken auffielen. Dies wurde bereits gegen 13 Uhr im Bereich des Bahnhofes deutlich, als die Züge aus Richtung Schwetzingen und Waghäusel hunderte von Jugendliche in die Stadt brachten, die bereits kräftig „vorgeglüht“ hatten. Während sich nur die Wenigsten gleich in Richtung Zuggelände bewegten, war die große Masse erst mal unterwegs zu den nahegelegenen Supermärkten, um den Alkoholvorrat aufzufrischen. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass ganze Horden junger Menschen später grölend am Rande des Fastnachtszuges wieder zu finden waren. Im weiteren Verlauf des Nachmittags hatten dann Polizei und DRK alle Hände voll zu tun. So mussten immer wieder Schlägereien und Auseinandersetzungen beendet werden, oder hitzige Wortgefechte bereits im Keim geschlichtet werden. Und die DRK-Sanitätsstreifen waren ob der gesundheitlichen Probleme nach übermäßigem Alkoholgenusses auch immer wieder gefordert.
Alle Hände voll zu tun hatten aber auch die Feuerwehrleute, die den Zugweg absicherten, und die Mitarbeiter von Bauhof und Stadtreinigung. Bereits eine halbe Stunde nach Zugende, wurden die Spuren des närrischen Treibens beseitigt, die Ehrentribüne am Rathaus wieder abgebaut und die vielen Schutzgitter abtransportiert. „Der Aufwand für Sicherheit und Ordnung wird bei immer weniger Publikum und Teilnehmern von Jahr zu Jahr größer“, war am Ende des 51. Hockenheimer Fastnachtszuges aus dem Organisationsstab zu vernehmen. Zugleich zeigte man sich aber auch zuversichtlich, mit dem neuen Sicherheitskonzept auf dem richtigen Weg zu sein, all den Narren einen fröhlichen Tag in der Rennstadt zu ermöglichen, die deswegen auch in die Stadt kommen oder auf die Straße gehen.

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