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Afrika muss irgendwo am Altlußheimer Rheinbogen liegen

09.05.10 (Altlußheim)

„Buchhandlung „Hexenhäuschen“ hatte zu einem Thementag eingeladen / André Ekama stellte seine Heimat in Texten und Gedichten vor / Trommelrhythmen mit „Satee Kooma und Bilder von Andrea Wowro
Afrika muss irgendwo am Altlußheimer Rheinbogen liegen! Diesen Eindruck konnte jedenfalls der bekommen, der am Samstag im Bereich der Rheinhäuser Straße unterwegs war. Die Buchhandlung „Hexenhäuschen“ hatte zu einem abwechslungsreichen Thementag eingeladen, bei dem der schwarze Kontinent ganz im Mittelpunkt stand. Schon von weitem war der Klang der Trommeln zu hören, der nicht nur an das von Filmen geprägte Bild des afrikanischen Urwalds erinnerte, sondern auch neugierig machte. Kein Wunder also, dass an diesem Tag viele Menschen „Afrika“ besuchten, oder sich zumindest aufmachten, einen ersten Kontakt mit dieser unbekannten Welt zu knüpfen. Das Angebot an touristischen als auch politischen Informationen, landestypischem Schmuck, farbenfrohen Stoffen und allerlei Kunsthandwerk war vielseitig und lud dazu ein, sich näher und intensiver mit der Kultur des in den vergangenen Jahrhunderten geschundenen Kontinents zu beschäftigen.
Es war vor allem dem in Deutschland lebenden, aber aus Kamerun stammenden André Ekama zu verdanken, dass Afrika auch in Altlußheim lebendig und nachfühlbar wurde. Der Mathematiker und Betriebswirt gilt heute als der beste afrikanische Autor deutscher Sprache, was auch verschiedene Auszeichnungen deutlich beweisen. Es war faszinierend und aufregend zugleich, sich die Buchauszüge aus „Die Reise nach Gorée“ anzuhören, oder die Seele bei den Gedichten dieses leidenschaftlichen Schriftstellers auf eine innere Reise nach Afrika zu schicken. Ekamas Texte haben nämlich eines gemeinsam: Sie erzählen posievoll von der Leichtigkeit des afrikanischen Seins. Wer sich darauf einließ – und das waren nicht Wenige -, lernte diesen Kontinent von einer ganz anderen, eigenen, ja überaus menschlichen Seite kennen. Allein das Gedicht „Oh Afrika“ hätte an diesem Tag manchem gereicht, um sich sofort auf den Weg dorthin zu machen. Eine Liebeserklärung voller sentimentalen Erinnerungen. Die berührt und ergriffen lauschenden Zuhörer merkten schnell, dass André Ekamas Texte ein Spiegelbild des afrikanischen Lebens und Denkens sind – und trotz dessen Leben in Deutschland eine eigene Identität bewahrt haben.
Zu dieser Quelle des afrikanischen Seins gehören aber auch Musik und bildende Kunst. Beides wurde im „Hexenhäuschen“ von Julsima Rittlinger dank den Afrikabildern der Altlußheimer Künstlerin Andrea Wowro und den afrikanischen Rhythmen der ebenfalls aus der Rheingemeinde stammenden Trommelgruppe „Satee Kooma“ nachfühlbar erlebbar. Ergänzt wurde dieses Angebot am Stand der Kinderhilfe Senegal aus Neulußheim durch Schmuck und Kunsthandwerk, sowie der von Simone Knapp vorgestellten Mode aus afrikanischen Stoffen.
Letztendlich gehörten zu dem umfangreichen Angebot des Afrika-Tages aber auch kulinarische Spezialitäten, die ebenfalls Appetit machten, noch mehr von diesem nahen und doch so fernen Kontinent kennenzulernen.

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