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Kunsthandwerk und Weihnachtswunderland

14.11.10 (Altlußheim)

15. Kunsthandwerkermarkt zur Vorweihnachtszeit in Altlußheim / Rheinfrankenhalle komplett ausgebucht / Viele Aussteller aus dem Vogtland und Erzgebirge zu Gast / Bürgermeister Hartmut Beck und sein Kollege Wolfgang Streubel (Gersdorf) loben Gemeinschaftswerk / Erlös an karitative Einrichtungen
Die Möglichkeit zu einem stimmungsvollen Spaziergang im Weihnachtsland zwischen Nussknackern, Krippen und anderen vorweihnachtlichen Herrlichkeiten bot sich auch in diesem Jahr in der Altlußheimer Rheinfrankenhalle. Trotz frühlingshafter Temperaturen lockte der inzwischen zum 15. Mal durchgeführte Kunsthandwerkermarkt wieder viele Besucher in die Rheingemeinde, um modernes Kunsthandwerk ebenso kennenzulernen wie nostalgische Handwerkstraditionen.Die 70 Aussteller aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen, Thüringen sowie der heimischen Kurpfalz hatten wie die Kunsthandwerker aus dem Vogtland, dem Erzgebirge oder auch aus Altlußheims Partnergemeinde Gersdorf bei dem Andrang alle Hände voll zu tun, um ihre Kunstwerke vor manchen „zu neugierigen Händen“ zu schützen.
Auf 1200 Quadratmetern Fläche wurden nicht nur ausgefallene Handwerkstechniken präsentiert, sondern auch die seit Generationen beliebten Traditionsprodukte aus dem Erzgebirge vorgestellt. Aus Seiffen, dem Zentrum der weihnachtlichen Holzarbeiten aus dem Erzgebirge, wurden nicht nur die schönsten Schwibbbögen, Rauschgoldengel und Räuchermännchen ausgestellt. Tischlermeister Falk Schilb hatte sogar seine Drechselbank mitgebracht, um vor den Augen der Besucher an einem Nussknacker, Räuchermännchen oder andere Zubehörteilen für Weihnachtspyramiden zu arbeiten. Es waren gerade die lebendigen Werkstätten, die die Veranstaltung abwechslungsreich und auch für Kinder interessant gestalteten. Es war einfach schön, die Herstellung von hochwertigem Papier, von Seidenmalerei-Produkten oder auch das Entstehen von Christbaumschmuck zu verfolgen.
Auf großes Interesse stieß aber auch der Stand der Hobby-Töpferinnen aus dem Kulturzentrum „Alte Mühle“ der Altlußheimer Partnergemeinde Gersdorf. Kathrin Hübsch und Sabine Görner hatten einmal ihre wunderbaren Handarbeiten mitgebracht, darunter eigens zur 20-jährigen Gemeindepartnerschaft hergestellte Töpfereiprodukte wie Kerzenständer oder Glocken – alle natürlich mit Motiven aus beiden Gemeinden.Nur ein paar Schritte weiter faszinierte Gerd Espig (Bad Schlema) mit seinen prachtvollen Holzschnitzereien, während die Schmuckkreationen von Diana Dechant nicht nur bei Frauen für glänzende Augen sorgten. Die inzwischen weithin bekannte Reilinger Goldschmiedin verarbeitet in ihren Kunstwerken neben Gold und Silber auch Weinstein – ungewöhnliche, dafür umso reizvollere Schmuckstücke.
Eine bunte Pracht an Christbaumschmuck und Dekorationsgegenständen, hübsche Bastelarbeiten aus Stoff und Kork sowie die unterschiedlichen Spielzeuge und Weihnachtssterne aus Holz oder Holzspäne machten es nicht einfach, eine Wahl zu treffen. Und die Vielzahl der ausgestellten Krippen zeigte die künstlerisch und handwerkliche Vielfalt beim Bau des wohl bekanntesten Weihnachtssymbol.
Überaus groß in diesem Jahr aber auch die verschiedenen Anbieter von Marmeladen und fruchtigen Brotaufstrichen in ungewöhnlichen Kombinationen: Kirschpflaume mit Birne, Feige-Nuss-Honig oder auch Quitten-Ingwer-Gelee. Und auch die hausgemachte Senfspezialitäten, darunter Geschmacksrichtungen wie Orangen-Feigen, Chili-Ingwer oder Kirsch-Vanille, fanden ihre Liebhaber.
Den gesamten Reinerlös des 15. Altlußheimer Kunsthandwerkermarktes stellt dessen Organisatorin Maria   Schwechheimer auch in diesem Jahr wieder karitativen Zwecken zur Verfügung. Wie sie bei der Eröffnung der Veranstaltung mitteilte, gehe der Betrag hälftig an Bedürftige in der Partnergemeinde Gersdorf und an das Kinderhospiz „Sterntaler“ in Dudenhofen.
Bürgermeister Hartmut Beck und sein eigens aus Gersdorf angereiste Kollege Wolfgang Streubel dankten Maria Schwechheimer für dieses beispielhafte Engagement, aber auch den rund 40 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, dem DRK Lußheim sowie der Freiwilligen Feuerwehr für die Unterstützung, die Bewirtung der Besucher und die Unterbringung der auswärtigen Aussteller. Gerade in der heutigen Zeit sei es selten geworden, eine nicht kommerzielle Veranstaltung durchzuführen. Der Bürgermeister stellte fest, dass Altlußheim auf diese Ausstellung stolz sein könne. Sie sei nicht nur ein belebendes Moment im örtlichen Veranstaltungskalender sondern auch ein ganz besonderer Werbeträger für die Gemeinde. „Ein großartiges Gemeinschaftswerk, das unser aller Dank und Respekt verdient.“
Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung von den Musikern von „Out of the Green“.

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