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Verein zukünftig Träger der Jugendarbeit

22.01.13 (Reilingen)

Gemeinderat stimmt Vollzeitstelle im Jugendhaus „Cosmos“ zu / Kosten belaufen sich auf 53.552 EUR / Landeszuschuss von 11.000 EUR / „Keine Riesenprobleme in Reilingen“

Bei der Umsetzung der Jugendarbeit in Reilingen vertrauen Gemeinderat und Gemeindeverwaltung zukünftig ganz auf den Verein Postillion e.V.. Als freier und gemeinnütziger Träger der Kinder- und Jugendhilfe im Rhein-Neckar-Kreis, bietet der Verein, der von zahlreichen Städte und Gemeinden mitgliedschaftlich mitgetragen wird, Angebote in der Kindertagesbetreuung, der Jugendarbeit und Hilfen zur Erziehung.Seit 2010 ist in der Spargelgemeinde zur Unterstützung der Jugendarbeit ein mobiles sozialpädagogisches Team im Einsatz. „Gründe für diese Entscheidung waren Sachbeschädigungen und Lärmbelästigungen im Ortsbereich“, stellte Bürgermeister Walter Klein während der Gemeinderatssitzung am Montagabend im Bürgersaal des Rathauses rückblickend fest. Nach den positiven Erfahrungen habe der Postillion e.V. dann ab 2011 zusätzlich Arbeitsanteile im kommunalen Jugendhaus „Cosmos“ übernommen. „Das Konzept sah vor, die Jugendarbeit der Gemeinde zusammenzulegen und durch ein Team erledigen zu lassen“, so Klein weiter. Dafür habe man eine Vollzeitstelle eingeplant, wobei zunächst ein Teil der Arbeit durch eine Mitarbeiterin der Gemeindeverwaltung erledigt worden sei. Nachdem diese nun im Hort an der Friedrich-von-Schiller-Schule tätig sei, werde ab 2013 die Vollzeitstelle komplett durch Mitarbeiter des Postillion e.V. besetzt werden. „Dies hat zudem den Vorteil, dass wir für diese Stelle einen Landeszuschuss von 11.000 Euro erhalten.“ Bei Kosten von rund 53.552 Euro jährlich sei dieser Zuschuss nach Auffassung des Bürgermeisters ein gewichtiges Argument, die Jugendarbeit in Reilingen neu auszurichten. Die Ratsmitglieder stimmten dieser Auffassung zu und genehmigten einstimmig die Bereitstellung entsprechender Haushaltsmittel.
Außerdem erhält der Verein Postillion e.V. 19.661 Euro für die Schulsozialarbeit an der Friedrich-von-Schiller-Schule in Reilingen. Die dafür eingeplanten 13 Wochenstunden bleiben auch in 2013 unverändert.
Grundsätzlich habe sich die kommunale Jugendarbeit in Reilingen positiv verändert, hatte bereits vor der Beschlussfassung des Gemeinderats der Vorsitzende des Postillion e.V., Stefan Lenz, in seinem Jahresbericht 2012 festgestellt. So gebe es „keine Riesenprobleme“ – wenn auch hie und da Sachbeschädigungen festzustellen seien oder Lärmbelästigungen durch Anwohner gemeldet wurden. Als Anwalt der Jugend hätte sich das mobile sozialpädagogische Team für eine konfliktfreie Lösung der Probleme eingesetzt und zwischen den betroffenen Jugendlichen und den Anwohnern oder Behörden vermittelt. Dank der Neuausrichtung der Jugendarbeit auf junge Menschen ab 14 Jahren würden viel mehr Jugendliche als früher das Jugendhaus „Cosmos“ aufsuchen. Zudem sei es inzwischen gelungen, drei Jugendliche in das Team zu integrieren. Die Qualität der Arbeit werde in einem von ihnen hergestellten Film deutlich, in dem aber auch Wünsche und Hoffnungen der jungen Reilinger festgehalten seien. Der Film, der bisher nur dem Finanzausschuss des Gemeinderats gezeigt wurde, sei auch als Diskussionsgrundlage für die weitere Jugendarbeit im Ort zu verstehen. „Auch wenn Bilder mehr sagen als viele Worte und Zahlen werden wir dem Gemeinderat in zukünftigen Berichten mehr Kennzahlen für seine Entscheidungen zur Verfügung stellen“, versprach Stefan Lenz am Ende seiner Ausführungen und reagierte damit auf entsprechend kritische Anmerkungen aus dem Ratsgremium.

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