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Trotz Verschuldung mit wirtschaftlicher Situation zufrieden

18.11.10 (Hockenheim)

Verbandsversammlung des Zweckverbandes Wasserversorgung Südkreis Mannheim tagte im Hockenheimer Rathaus / Wirtschaftsplan 2011 genehmigt / Umstellung der Buchhaltung auf EDV
Gewohnt zügig verlief die letzte Sitzung des Zweckverbandes Wasserversorgung „Südkreis Mannheim“ in diesem Jahr im Bürgersaal des Hockenheimer Rathauses. Was aber nicht zugleich bedeuten sollte, dass die Versammlung ohne wichtige Inhalte gewesen wäre. Mit der Verabschiedung des Wirtschaftsplanes 2011 stand für die Bürgermeister und Ratsmitglieder aus Altlußheim, Hockenheim, Neulußheim und Reilingen ein ziemlich gewichtiger Punkt auf der Tagesordnung. Bürgermeister Walter Klein (Reilingen) stellte als Verbandsvorsitzender den Anwesenden das mehrseitige Zahlenwerk ausführlich vor. Dabei wurde deutlich, dass die vier Verbandsgemeinden für die Versorgung mit Trink- und Brauchwasser im kommenden Jahr rund 1,134 Millionen Euro aufbringen müssen. Für die Stadt Hockenheim ist eine zunächst kalkulierte Kostenumlage in Höhe von 622800 Euro vorgesehen, während sich die Gemeinden Reilingen (189600 Euro), Neulußheim (160800 Euro) und Altlußheim (160800 Euro) den restlichen Betrag entsprechend untereinander aufteilen müssen.
Den Materialaufwand bezifferte der Verbandsvorsitzende mit rund 251000 Euro, als Personalkosten nannte er 157000 Euro. Sonstige Aufwendungen wie Versicherungen, Bürobedarf, Steuern kosten 173000 Euro, wobei sich 2011 allein das Wasserentnahmeentgelt auf rund 123000 Euro belaufen soll. Und für die derzeitige Verschuldung muss der Wasserzweckverband im kommenden Jahr allein 255000 Euro an Zinsen und ähnliche Aufwendungen bezahlen.
Dennoch nimmt die Wasserversorgung Zugleich müssen aber auch wichtige Investitionen in Höhe von 351000 Euro vorgenommen werden. So sind für die Verlegung der Verbandswasserleitung im Bereich des Neubaugebietes am Alten Bahnhof in Neulußheim 90000 Euro vorgesehen, außerdem muss der Brunnen 4 saniert und regeneriert werden (37000 Euro). Für den Umbau der Kreiselpumpen sind 75000 Euro vorgesehen, für die Sanierung des Speicherbehälter 1 stehen 45000 Euro zur Verfügung. Außerdem steht noch ein Betrag von 50000 Euro für den bereits abgeschlossenen Bau einer zweiten Förderleitung nach Hockenheim zu Buch.
Zur Finanzierung sei, so Bürgermeister Klein, eine weitere Darlehensaufnahme von 330000 Euro vorgesehen. Dann werde es aber auch möglich sein, ein 2009 aufgenommenes Darlehen von 130000 Euro zu tilgen.
„Alles in allem können wir mit der wirtschaftlichen Situation des Wasserzweckverbandes zufrieden sein.“ Immerhin könne man trotz der Investitionen die Verschuldung von derzeit rund 5,854 Millionen Euro auf voraussichtlich 5,838 Millionen Euro verringern. Dem stehe, so Verbandsrechner Volker Müller, ein Sachanlagevermögen von über 7,74 Millionen Euro gegenüber. Ohne Diskussion fand der Wirtschaftsplan 2011 die Zustimmung der Verbandsversammlung.
Ohne Gegenstimme wurde auch dem Vorschlag der Verbandsverwaltung entsprochen, das Rechnungswesen des Zweckverbandes auf EDV umzustellen. Die Gemeindeprüfungsanstalt hatte anlässlich der jüngsten Prüfung bemängelt, dass die Buchführung noch manuell geführte werde. Die Umstellung kann den Verband bis zu 10000 Euro kosten, was aber noch von den Angeboten einer entsprechenden Software abhängen wird.

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