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Über 600 Solarmodule produzieren Strom auf dem Wasserwerk

24.07.12 (Reilingen)

Zweckverband Wasserversorgung Südkreis Mannheim investiert rund 350.000 Euro in zukunftsweisende Energiegewinnung / Nachtragshaushalt und Kreditaufnahme vom Regierungspräsidium genehmigt
Eine Sitzung unter freiem Himmel kommt bei kommunalen Einrichtungen eigentlich so gut wie nie vor. Am Montagnachmittag nahm der Wasserzweckverband Südkreis Mannheim den Begriff „öffentliche“ Sitzung jedoch wörtlich und tagte mit seiner Verbandsversammlung auf dem Gelände des Wasserwerks in Reilingen. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen zog man sich zunächst in den Schatten des Hauptgebäudes zurück, um gemäß den Regularien die anstehenden Tagesordnungspunkte abzuarbeiten. Dass die delegierten Ratsmitglieder aus den Verbandsgemeinden Altlußheim, Hockenheim, Neulußheim und Reilingen mitsamt Oberbürgermeister Dieter Gummer und den Bürgermeistern Hartmut Beck, Gunter Hoffmann und Walter Klein dabei stehen mussten, war weniger von Bedeutung: Bereits nach kurzer Zeit konnte das Reilinger Gemeindeoberhaupt als Vorsitzender des Wasserzweckverbandes die Versammlung wieder schließen. Zuvor hatten die Verbandsmitglieder zustimmend zur Kenntnis genommen, dass der Nachtragswirtschaftsplan 2012 vom Regierungspräsidium genehmigt worden sei. Wegen anstehender Baumaßnahmen hatte der Erfolgsplan um 21.000 Euro auf 1,171 Millionen Euro und der Vermögensplan auf 1,32 Millionen Euro erhöht werden müssen. Zugleich wurde die neue Kreditermächtigung auf 740.000 Euro festgesetzt.
Als Grund für den Nachtragshaushalt nannte Bürgermeister Walter Klein die Ausrüstung des Zweckverband-Wasserwerks in Reilingen mit einer Photovoltaikanlage. Um noch in den Genuss der Fördergelder zu kommen, hätten die Baumaßnahmen bis Ende Juni abgeschlossen werden müssen. Als zuständiger Planungsingenieur stellte Erich Schulz den Mitgliedern der Verbandsversammlung das Solarprojekt zur Stromgewinnung vor. Dabei zeigte er sich damit zufrieden, dass es der beauftragten Firma Wirsol aus Waghäusel in nur kurzer Zeit gelungen sei, auf den vorhandenen rund 1800 Quadratmeter Dachflächen über 600 Module zu montieren. Die Kosten für die Photovoltaikanlage bezifferte er auf rund 350000 Euro. Für die gleichzeitig stattgefundenen Dachbauarbeiten, die unabhängig vom Aufbau der Kollektoren hätte sowieso stattfinden müssen, mussten zudem rund 200.000 Euro ausgegeben werden.
Bei einem Rundgang über das Gelände informierten sich die Ratsmitglieder aus den vier Mitgliedsgemeinden über den Aufbau der Solarmodule auf dem Hauptgebäude, der Werkstatt sowie auf den Wasserbehältern 3 und 4. Für den Planer Erich Schulz als auch den Verbandsvorsitzenden Walter Klein eine rentable Investition: Da die Baumaßnahme fristgerecht abgeschlossen werden konnte, wird der Zweckverband die volle Vergütung für den produzierten Strom erhalten. „Bei einer zur erwartenden Einnahme von jährlich rund 50.000 Euro werden sich die Kosten in sieben bis acht Jahren amortisiert haben. Ab dann wird die Anlage einen Gewinn abwerfen“, so Klein. Dass diese Erwartungshaltung keine Utopie ist, war bereits am Montagnachmittag auf einer großen Anzeigetafel abzulesen: Während der knapp 30-minütigen Sitzung der Verbandsversammlung stieg die produzierte Gesamtenergiemenge um 27 Kilowatt auf 18.678 Kilowattstunden seit Inbetriebnahme am 28. Juni. Und auch die in diesem Zeitraum verbundene CO2-Einsparung kann sich mit 13.074 Kilogramm sehen lassen.

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