Kurpfalz Regional Archiv

Geschichte(n) und Brauchtum aus der (Kur-)Pfalz

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* Weitere Mauerteile und andere Funde …

20.09.10 (* Wersau-Forschung, * Wersauer Tagebuch)

Der Tag beginnt mit zahlreichen Terminen und Abstimmungen, so dass mir keine Zeit bleibt, raus auf die Wersau zu fahren. So sitze ich den ganzen Tag über in meinem Büro und kann es bei strahlendem Sonnenschein kaum erwarten, endlich zum Burggelände fahren zu können. Gegen 16 Uhr bin ich vor Ort und erfahre, dass heute auch schon Bürgermeister Walter Klein und Hauptamtsleiter Josef Dufrin vor Ort gewesen seien, ebenso Burggraf Philipp und Willi, unser „Mr. Wersau“.
Ehe der Grabungstechniker in den Feierabend braust, teilt er mir noch mit, dass heute weitere Mauerstücke freigelegt worden seien. Bin gespannt wie eine „Flitzebogen“. Was für ein Anblick: In der Grube nahe dem alten Mühlengebäude ist ein breites Stück Mauer zu erkennen, und in der Grube daneben ebenfalls. Erkennbar ist aber auch, wie einst diese Gebäude im Burgbereich gebaut wurden, nämlich auf einem Rost aus dicken Holzbalken. Diese sind ebenfalls deutlich zu erkennen.
Stück für Stück gibt die Burg Wersau kleine Stücke ihrer langen Geschichte preis, bereits heute kann man sich ein gutes Bild von Früher machen. Dies wird wenig später noch deutlicher, als unser Manfred an der Oberfläche der Aushubberge weitere interessante Funde macht. Wieder sind es Reste von Krügen und Bechern, Fliesen und Kachelteile – aber auch ein kleines Tontöpfchen (für die Feuerstelle), an dem noch zwei der ehemals drei Beine zu sehen sind. Und zum ersten Mal findet er das, auf das er schon lange gehofft hat: Ein Stück mittelalterliches Glas. Als sich die Patina löst, sind kleine Luftblasen im Glas zu erkennen. Deutliche Hinweise auf das Alter.
Wenig später kommen auch noch Gerhard und seine Frau, so dass wir noch einmal gemeinsam die Grabungsbereich abgehen, und uns wie kleine Kinder über die Funde und Mauerreste freuen. Kurz vor 19 Uhr schließe ich das Tor und noch ehe ich mit einem Hochgefühl der Freude der untergehenden Sonne entgegen zurück ins Dorf fahren kann, kommt Gemeinderat Klaus Schröder (Freie Wähler) vorbei, um sich über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Auch er freut sich, dass die Burg Wersau endlich „ein Lebenszeichen“ von sich gegeben hat. Er ermuntert uns, weiterzumachen und unseren eingeschlagenen Weg konsequent zu verfolgen! Am Ende schlägt er noch vor, doch einen kleinen Ausschank mit Kaffee und Kuchen einzurichten, und den vielen interessierten Heimatfreunden, die inzwischen hinaus zum Burggelände kommen, auch die ersten Funden zu präsentieren … (og)

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