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24-Pfund-Karpfen brachte Königswürde

05.06.05 (Reilingen)

Fischerfest-Auftakt in der Kurpfalz traditionell in Reilingen / Alexander Missere neuer Fischerkönig
Höhepunkt des 42. Reilinger Fischerfestes war einmal mehr die Ehrung der Fischerkönige und deren Prinzen. Nach einer Begrüßung durch den ASV-Vorsitzenden Helmut Berlinghof nahm Bürgermeister Walter Klein die Auszeichnungen vor. Das Gemeindeoberhaupt dankte dem ASV 1960 für die Hege und Pflege des Reilinger Baggersees als Grundvoraussetzung für ein erfolgreiches Ausüben des Angelsports. Nur wer seine Freude am Angeln habe, wisse auch, dass es nicht nur der Fisch auf dem Teller fasziniere, sondern dass der eigentliche Reiz beim Angeln in der Begegnung mit diesen Tieren in einer natürlichen Umwelt liege. Darum wüssten die Angler auch am besten, wie es um die heimischen Gewässer stehe und ob der Lebensraum Wasser gesund und intakt sei. „Ihre Arbeit ist ein wichtiger Beitrag zum aktiven Umwelt- und Naturschutz“, würdigte der Bürgermeister das Engagement des Vereins.
Fischerkönig der Vereinsjugend wurde der bereits mehrmals erfolgreiche Jugendangler David Garmann gefolgt von Manuel Debatin als 1. Prinz und dem 2. Prinz Yannick Hauch. Die schwere Silberkette des Reilinger Fischerkönigs 2005 ging unter dem stürmischen Beifall der Besucher im voll besetzten Festzelt an Alexander Missere, dem beim Königsangeln mit einem 24 Pfund schweren Karpfen ein ganz besonderer Fang gelungen war. Ausgezeichnet wurden von Gemeindeoberhaupt außerdem Karl Bauer als 1. Prinz sowie, wie schon öfters, Helmut Schell als 2. Prinz.
Viel Zeit zum Feiern und Repräsentieren blieb dem Fischerkönig und den Prinzen aber nicht. Nachdem man mit einem Glas Sekt auf die Königswürde angestoßen hatte, mussten wieder alle zurück auf ihre Posten, denn bei einem so kleinen Verein wie dem ASV werden bei einer Großveranstaltung wie dem Fischerfest alle helfenden Hände dringend gebraucht.
Wer sich eine Portion frisch zubereiteten Zander, Merlan oder Forelle holen wollte, musste sich am vergangenen Wochenende immer wieder mal gedulden. Die Schlangen vor der mit sechs Friteusen ausgestatteten Fischbraterei waren vor allem zur Mittagszeit und am Abend groß.
Das Gewicht der Fische, die inzwischen nach Reilingen geliefert werden, wird bereits seit einigen Jahren in Tonnen angegeben. Die rund 100 Aktiven um den ASV-Vorsitzenden Helmut Berlinghof wissen, was sie ihren Besuchern schuldig sind. So wurden auch in diesem Jahr die in großen Kühlwagen gelagerten Fische von Hand ausgenommen und geputzt. Und das anschließende Würzen und die Art des Panierens gilt wie die Dauer des Ausbackens in den Friteusen als streng gehütetes Vereinsgeheimnis.
Da ein guter Speisefisch auch ”schwimmen” muss, standen am vergangenen Wochenende die Zapfanlagen trotz der zeitweise ungemütlichen Temperaturen nur selten still. Und wer nach dem üppigen Genuss der Fischspezialitäten noch einen Verdauungsschnaps brauchte, der war als Gast in der „Haifischbar“ gleich neben der großen Bühne stets willkommen.

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