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Eine Frage des Wassers

23.02.02 (* Lokalreporter-Archiv)

„Da trinke ich schon mal ein Glas Wasser – und dann ist es verseucht“, berichtete FWV-Stadtrat Toni Völker am Ende der jüngsten Gemeinderatssitzung seinen Kolleginnen und Kollegen am Ratstisch im Schwetzinger Rathaus. Die Information im Zusammenhang mit der bakteriellen Verunreinigung des Trinkwassers habe ihn erschrecken lassen, denn bisher habe er nichts davon gewusst, dass weite Teile des Hirschackers und auch des Bereichs „Langer Sand“ ihr Trinkwasser aus dem Wasserwerk Rheinau erhalten. „Ich dachte die ganze Zeit, bei mir und meinen Nachbarn läuft das gute Wasser aus der Schwetzinger Hardt aus dem Hahn.“
Dem sei nicht so, klärte ihn der technische Leiter der Stadtwerke, Horst Ueltzhöffer, auf. Es sei tatsächlich zutreffend, dass der nördliche Teil der Spargelstadt sein Wasser aus dem Rheinauer Wald beziehen würde. Grund dafür sei eine vor Jahren gebaute Verbundleitung zwischen beiden Wasserwerke. Diese sei notwendig, um im Bedarfsfall die Stadt Mannheim mit Trink- oder Nutzwasser zu versorgen. Um die Hygiene in dieser Leitung zu Gewähr leisten, müsse in dieser ständig eine Mindestmenge an Wasser gehalten und durch Verbrauch ständig aufgefrischt werden. Daher beziehe Schwetzingen etwa drei bis fünf Prozent des Wasserbedarfs vom Wasserwerk Rheinau. Und sinnvollerweise würde es eben dort verbraucht werden, wo es zuerst ankomme – eben im Stadtteil Hirschacker.
Ueltzhöffer machte aber zugleich deutlich, dass dieses Wasser die gleichen Qualitätsvoraussetzungen erfüllen würde wie das Wasser aus der Schwetzinger Hardt. Lediglich die Nitratbelastung sei höher, die aber noch immer im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben liegen würde. „Es gibt also keine Bedenken, das Rheinauer Wasser nicht genießen zu können.“ Eben alles nur eine Frage des Wassers. (ara)

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