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Vom Kredit- zum Bildungsinstitut: Realschule statt Raiba

04.05.05 (Neulußheim, Reilingen)

Unterricht im ehemaligen Raiffeisen-Bankgebäude / Projekt der Freien Christlichen Schule Neulußheim startet im September

Zum Schuljahresbeginn 2005/2006 wird das Reilinger Bildungsangebot um eine einzügige Realschule bereichert. Ihr Standort ist das ehemalige Raiffeisen-Bankgebäude in der Parkstraße 1. Ein Bauantrag zur Nutzungsänderung der Büroräume wurde vom Trägerverein Freie Christliche Schule Neulußheim bereits gestellt. Die Festsetzungen des Bebauungsplanes lassen dort schulische Gebäude als Anlagen für soziale Zwecke allgemein zu.Seit 1996 betreibt der Trägerverein der Markus-Schule in der Nachbargemeinde Neulußheim eine Grundschule. Seit 2002 existiert auch ein Realschulzweig mit zur Zeit vier Klassen. Momentan werden die Schüler an drei unterschiedlichen Standorten unterrichtet. Dies ist mit mannigfachen Problemen verbunden, die den Ent-schluss reifen ließen, einen Neubau für eine zweizügige Ganztags-Realschule zu errichten, so Ilona Brandt, Vorstandsmitglied der Markus-Schule-Förderstiftung.
Diese Zukunftspläne hätten sich jedoch am vorgesehenen Standort Alter Bahnhof Neulußheim nicht realisieren lassen (wir berichteten ausführlich). Auch die momentan zur Disposition stehenden Alternativflächen bringen den Verein in seinen Bauabsichten nicht weiter, erklärt Ilona Brandt die schwierige Situation.
Man habe sich daher im Interesse eines geregelten Unterrichtsbetriebes zu einer Interimslösung entschlossen und auf zunächst zwei Jahre das ehemalige Kundengebäude der Raiffeisenbank Reilingen angemietet. Dort werde der Verein ab September 2005 eine einzügige Realschule mit zunächst fünf Klassen betreiben und ein Schuljahr später eine weitere Klasse bilden. Die jeweilige Klassenstärke ist auf durchschnittlich 15 Kinder ausgelegt.
Das ehemalige Bankgebäude scheint für die Unterrichtszwecke bestens geeignet. Das Raumangebot in Keller, Erd- und Obergeschoss lässt es zu, fünf bis sechs Klassenzimmer einzurichten. Dazu gehört ebenso ein Technikraum und ein Ausbildungsraum für den naturwissenschaftlichen Unterricht.
Die Unterrichtszeiten beschränken sich auf den Vormittag und enden gegen 13 Uhr. Einen wünschenswerten Ganztagsbetrieb lassen die Räumlichkeiten dort leider nicht zu, bedauert Ilona Brandt.
Natürlich wünschen sich die Schüler auch geeignete Freiräume zum Aufenthalt während der Pausen. Zu diesem Zweck sollen Teile des unmittelbar in der Nähe liegenden Bürgerparks in Anspruch genommen werden. Ein eigens eingerichteter Ordnungsdienst wird dafür sorgen, dass es zu keinen Belästigungen der Nachbarschaft kommt. Er wird auch den Parkbereich sauber halten. Den Sportunterricht möchte man gerne in den weitläufigen Fritz-Mannherz-Hallen und geeigneten Sportplätzen im Ortsbereich abhalten.
Die Markus-Schule hat die staatliche Anerkennung als „anerkannte Ersatzschule“ und hält sich an den Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg. Sie versteht sich nicht als Konkurrenz zum staatlichen Realschulangebot, eher als Ergänzung. Unterrichtet werden die Schüler von qualifizierten Lehrkräften mit Abschluss der zweiten Staatsprüfung. Das „pädagogische Konzept“ der Markus-Schule als eine evangelische Bekenntnisschule in freier Trägerschaft basiert auf dem biblischen Menschenbild, seiner Ethik und Weltanschauung.
Positive Reaktionen zeigen Rat und Verwaltung der Gemeinde. Bürgermeister Walter Klein: „Wir wurden erst vor weni-gen Tagen mit diesem Thema konfrontiert und werden die Initiative der Markus-Schule im Rahmen unserer Möglichkeiten unterstützen“.

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