VERANSTALTUNGS-TIPP

 


MUSEEN DER KURPFALZ

Kurpfälzisches Museum
Heidelberg

Reiss-Engelhorn-Museen
Mannheim

Historisches Museum
Speyer

Neben diesen drei Museen, die sich intensiv mit der Geschichte der Kurpfalz beschäftigen, gibt es noch viele lokale Heimat- und Regionalmuseen, deren Besuch sich auch lohnt, hier aber leider nicht namentlich erwähnt werden können!

UNSER BÜCHER-TIPP

Reisen in die Geschichte

Als Deutschland noch nicht das Deutschland von heute war: eine Lesefazination der besonderen Art. Wer mit Bruno Preisendörfer "unter-
wegs" ist, erlebt Geschichte pur, der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannen-
de Reise in ein "teutsches Land", das noch nicht Deutschland war.

"Reise in die Lutherzeit"

"Reise in die Goethezeit"
Galiani Verlag Berlin

Unsere Empfehlung:
Unbedingt lesenswert!


Artikel-Schlagworte: „Ketsch“

* Einzug der Gladiatoren mit den “Hewwelguggler”

Zum Abschluss der Motorsportsaison auf dem Hockenheimring ging es noch einmal rund. Die DTM-Finalläufe lockten am vergangenen Wochenende wieder mehr als 50 000 Zuschauer ins Motodrom. Bereits die Vorstellung der Fahrer und der Einzug der Rennwagen wurde zu einem stimmungsvollen Ereignis, das die Besucher auf den Tribünen begeisterte. Diesen Beitrag weiterlesen »

* Faszination Backfischfest

Das Ketscher Backfischfest gehört nicht nur zu den größten Volksfesten dieser Art, es steht auch auf der Beliebtheitsskala ganz oben. Längst kommen die Besucher nicht nur aus der engeren Umgebung auf den Festplatz im “Bruch” sondern aus einem Umkreis von mehr als 100 Kilometer. Dies macht ein Gang über die Parkplätze deutlich, wo Autokennzeichen wie HN (Heilbronn), PF (Pforzheim), KA (Karlsruhe) oder TBB (Main-Tauber-Kreis) keine Seltenheit mehr sind. Diesen Beitrag weiterlesen »

Dem Rheingold auf der Spur

Bereits in der Kelten und Römerzeit wurde entlang des Rheins einem Handwerk nachgegangen, das man zunächst sich nicht vorstellen konnte: die Goldwäscherei. Das Gold stammte aus alpinem Gestein, das überwiegend von schweizerischen Gewässern mitgeschleppt und vom Wasser des Rheins in feinsten Körnchen und Flitterstaub ausgewaschen wurde. Vor der
Rheinregulierung kam es ab Basel zur stärksten Ablagerung durch die Bildung zahlreicher Sandbänke. Diesen Beitrag weiterlesen »

* Ketscher Kerwe-Erinnerungen

Erinnerungen an die Kerwe sind auch in Ketsch vor allem die Erinnerungen an die eigene Kindheit. Je älter man wird, um so verklärter denkt man zurück an eine Zeit, die geprägt war von den letzten Arbeiten im Garten und auf den Feldern, dem unvergleichlichen Duft von feuchten Blättern, modernden Pilzen und langsam vor sich hinfaulenden Äpfeln oder Birnen. Kam das Kirchweihfest näher, stiegen einem die Rauchschwaden von frisch gebackenem Kuchen in die Nase, die Zwiebeln für den “Plootz” trieben die Tränen in die Augen und der noch junge Wein oder Apfelmost verursachte hie und da ein gewisses Unbehagen in den Därmen. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Geschichte des Karl-Ludwig-Sees

Wer als Kind mit dem Fuhrwerk, zum Beispiel mit Fritz Mergenthaler, von Oftersheim aus die anderthalb Wegstunden auf dem Heuweg durch den Hardtwald in Richtung „See“ zockelte, um Heu zu holen, und über die Kraichbachbrücke kam, dem bot sich ein unvergleichlicher Anblick. Diesen Beitrag weiterlesen »

Die Schmuggler von Lußheim

Altlußheim am 9. August des Jahres 1822: Im Auwald zwischen Altlußheim und Ketsch trifft gegen fünf Uhr morgens die entlang des Rheins eingesetzte Badische Zollschutzwache auf eine große Gruppe von Personen, darunter auch zahlreiche Einwohner Altlußheims, die illegal über die (Rhein) Grenze gebrachte Waren mit sich führen. Der Versuch der in Rheinhausen stationierten Zollschutzwache, nach dem Gesetze einzuschreiten, scheitert, da sich die Menge der Verhaftung widersetzte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Erste Briefsendungen kamen per Kutsche

Geschichte der Post am Beispiel von Ketsch

König Maximilian I. trat 1490 an die Spitze des Habsburgerreiches. „Seine Majestät“ brauchte dringend eine schnelle Botenverbindung. Sein Auftrag an den Norditaliener Franz von Taxis, der als erfahrener Kurier des Papstes galt, war 1490 die Geburtsstunde der Post. In unserem Raum wurde die erste Poststation 1552 in Rheinhausen errichtet, da bei den Räten der Freien Reichsstadt Speyer das Ansinnen Maximilians auf keine Gegenliebe stieß.

Die ständige Postverbindung über Rheinhausen ging unter anderem über Heidelberg und Hockenheim. Leonhard von Taxis, der 1595 von Kaiser Rudolf II. zum Generalpostmeister ernannt worden war, bevorzugte für seinen Auftrag nur rentable Verkehrswege, so daß die Nebenstraßen den Gebietsherrschaften, Städten und Privatunternehmen überlassen blieben. Die Läuferboten und Postreiter beförderten nur Briefe und kleine Pakete. Abgelöst wurden diese später von den Landkutschen. In der Kurpfalz wurde 1709 die Landpost fest eingeführt. Diese wurde von den kaiserlichen Posthaltern als Konkurrenz gesehen, so daß die unter kaiserlichem Schutz stehende Taxispost ebenfalls Wagenkurse einführte.

Ab 1742 verkehrte zwischen Frankfurt, Mannheim und Basel eine Reichsfahrpostlinie. Ketsch lag um 1754 am Nord-Süd-Postkurs, der über Hockenheim, Philippsburg und Karlsruhe verlief und mit der alten Rheinufer-Geleitschutzstraße identisch war. Diese Straße galt als Heer-, Reise- und Postweg. Auf der Strecke zwischen Hockenheim, Ketsch und Brühl verkehrte 1759 die Basler Landkutsche, der vom Domkapitel Speyer das Geleit gegeben wurde.

Als die geradlinige Chaussee von Mannheim nach Schwetzingen um 1752 fertiggestellt war, gingen von der Posthalterei in Schwetzingen (Gasthof „Adler-Post“) zwei Linien über Ketsch nach Speyer. Durch diese Postlinie war das kleine Fischerdorf am Rheinstrom im Nachrichten und Personenverkehr für damalige Verhältnisse gut bedient. Bereits im 15. Jahrhundert wird von einem Handelsweg berichtet, der von Heidelberg über Schwetzingen nach Ketsch führte und über die Rheinfähre seine Fortführung in Richtung Speyer fand.

Das Großherzogtum Baden als Rechtsnachfolger der Kurpfalz überließ zunächst um 1805 die Verwaltung des Postwesens dem Haus Thurn und Taxis bis zur Verstaatlichung um 1811. Die Verteilung der Briefe und Pakete von den Poststationen aus in die Landgemeinden besorgten Amts- und Gemeindeboten, die bei der Bezirksbehörde angestellt waren. Als 1860 die Landpostanstalt gegründet wurde, wurden die Amtsboten abgeschafft. Die neue Institution war verpflichtet, die Dörfer regelmäßig drei bis sechsmal wöchentlich von Postboten begehen zu lassen. 1872 ging die Badische Post in die Reichspost über.

In Ketsch beispielsweise verwaltete seit dem 11. Mai 1880 Johann Schnepf die kaiserliche Postagentur, die erst eine in seinem Privathaus betriebene Poststelle war, die im Auftrag der Post geleitet wurde. Die Postagentur im Anwesen Schnepf in der Schwetzinger Straße 6 ging auf den Sohn Sebastian über, der von 1883 bis 1889 als Postagent tätig war. in den Verzeichnissen der Gemeinde Ketsch sind daneben noch die Gemeindeboten aufgeführt, die auch Taschenbötinnen genannt wurden. Sie erhielten für ihren Dienst bis 100 Reichsmark. Interessant ist noch zu erwähnen, daß im August 1900 innerhalb von sieben Tagen 45 (!) Ansichtskarten von der Ketscher Poststelle aus versandt wurden.

Um 1926 wurde die Postagentur in das Anwesen Schwetzinger Straße 14 verlegt, in dem Wilhelm Stratthaus bis 1945 den Postdienst versah. Die Motorisierung machte auch vor der Post nicht halt. So sind die gelben Postautos noch in guter Erinnerung, die täglich vorfuhren, um die Postsäcke abzuladen. Das Postzimmer war meist eine normale Wohnstube, die mit einem Schreibtisch und einem Sortierregal ausgestattet war. Ein Holzgeländer diente als Schranke zwischen Postverwalter und Kundschaft.

Aus: SZ, 29.9.1990, rö

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