Kurpfalz Regional Archiv

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Mannheimer Helden am Kriegsende in der US-Presse

29.03.98 (Städte & Gemeinden)

Die Tageszeitung der US-Streitkräfte, „The Stars and Stripes“, berichtete am 30. März 1945 ausführlich über die Kapitulation Mannheims. Die Quadratestadt ging in die Kriegsgeschichte ein, denn zum ersten Mal in der Geschichte wurde eine Stadt am Telefon übergeben. Nach dem Einmarsch in Mannheim sollte noch Heidelberg folgen, denn die US-Streitkräfte nahmen über die noch intakte Telefonleitung Kontakt mit der unzerstört gebliebenen Universitätsstadt am Neckar auf.Der Kriegsberichterstatter der Presseagentur Reuter hatte folgende Meldung zur Veröffentlichung weitergegeben:
„Mannheim fell to the 44th Inf. Div. by telephone. Yanks were clearing the nothern part of the great Rhine industrial city street by street when a telephone rang at the waterworks. A soldier answered and a voice asked in broken English for someone who could speak German. A GI interpreter came to the phone and heard a nervous voice say, „I am one of the city officials. Please don’t shoot any more as there are no German soldiers in Mannheim.“ An officer standing by the GI said, „Tell him to bring the mayor to the phone and repeat that.“ He did. The officer instructed him to tell the civilians to hang out white flags. Within a few minutes, bed sheets, table cloths and even feminine garments were hanging from every vaantage point throughout the occupied sections of the city.“
(Mannheim fiel telefonisch an die 44. Infanterie Division. Panzer klärten Straße um Straße im Norden der großen rheinischen
Industriestadt, als ein Telefon im Wasserwerk läutete. Ein Soldat antwortete und eine Stimme fragte in gebrochenem Englisch nach jemanden, der Deutsch sprechen könne. Ein Dolmetscher ging ans Telefon und hörte eine nervöse Stimme sagen: „Ich bin einer der Offiziellen der Stadt. Bitte schießt nicht länger, denn es gibt keine Soldaten mehr in Mannheim.“ Ein Offizier der neben dem Soldat stand sagte: „Sag ihm, er soll den Bürgermeister ans Telefon holen und dies noch einmal wiederholen.“ Dies tat er dann. Der Offizier erklärte ihm, den Zivilisten mitzuteilen, weiße Fahnen aufzuhängen. Innerhalb weniger Minuten flatterten Bettlaken, Tischtücher und sogar weibliche Unterwäsche an den wichtigsten Punkten in den besetzten Teilen der Stadt.“

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