VERANSTALTUNGS-TIPP

Privilegienfest
Gottesdienst zu Ehren
Kaisers Heinrich IV.
Zum traditionsreichen Privi-
legienfest zu Ehren Kaiser Heinrichs IV. lädt die Salier-
gesellschaft für Samstag, 5. August, 17 Uhr in den Kaiserdom zu Speyer ein. Domkapitular Josef Damian Szuba wird dabei auch auf Heinrich III. eingehen, dessen Geburtstag sich in diesem Jahr zum 1000. Mal jährt. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Besu-
cher eingeladen, die Krypta und die Herrschergräber zu besuchen.
Grund der Feier ist die Verleihung umfangreicher Privilegien an die Bürger der Stadt Speyer durch Kaiser Heinrich V. am 7. August 1111, dem Tag der Beiset-
zung seines Vaters Heinrich IV. im Speyerer Dom. Dabei forderte er die Bewohner auf, alljährlich am Todestag seines Vaters mit Kerzen in den Händen zu einem Gedenkgottesdienst in den Dom zu kommen, um für das Seelenheil Heinrichs IV. zu beten. Des Weiteren hieß es in dem Gebot, dass „von jedem Hause ein Brot den Armen zum Almosen“ gegeben werden solle.
Das Gebot des Almosenge-
bens erfüllt die Saliergesell-
schaft, indem sie nach dem Gottesdienst zu einem Em-
pfang in der Vorhalle des Domes einlädt. Dabei wer-
den die Besucher um eine Spende für einen wohltäti-
gen Zweck gebeten.


UNSER MUSEUMS-TIPP

"Die Päpste"
Bevor Katholiken und Prote-
stanten vor 500 Jahren ge-
trennte Wege gingen, waren
sie 1.500 Jahre in gemein-
samer Geschichte miteinan-
der verbunden. Dieser Tat-
sache widmet sich bis zum 31. Oktober 2017 die große Sonderausstellung "Die Päpste und die Einheit der lateinischen Welt" in den Mannheimer Reiss-Engel-
horn-Museen.
Weltweit erstmalig beleuch-
tet eine Ausstellung die fas-
zinierende Entwicklung des Papsttums – von den Anfän-
gen in der Antike über das Mittelalter bis zur Renais-
sance. Die Schau vereint rund 330 Spitzenstücke – kostbare Leihgaben aus dem Vatikan und von weite-
ren namhaften Museen – mit einzigartigen filmischen Rekonstruktionen zum his-
torischen Rom.
Mehr "Die Päpste"


UNSER AUSFLUGS-TIPP

"Skulpturen.SCHAU!"
in Weikersheim

Die „Skulpturen.SCHAU!“ in Weikersheim feiert Jubi-
läum: Seit zehn Jahren führt jeweils von Mai bis Mitte September durch die Alt-
stadt bis in den Stadtpark ein Rundweg, an dem Plas-
tiken renommierter Künstler aufgestellt sind.
2017 konnte die Stadt im Lieblichen Taubertal dafür die Bildhauerin Malgorzata Chodakowska (geb. 1965 in Lodz) gewinnen, die einige ihre formvollendeten Plasti-
ken ausstellt. Chodakowska studierte Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in Warschau und Wien. Seit 1991 lebt und ar-
beitet sie in Dresden. In ih-
ren Werken setzt sie sich mit dem Menschenbild so-
wie der großen Form aus-
einander. Sie bestechen durch die Geschlossenheit der Formen sowie ihre zu-
gleich ästhetische Energie und Sinnlichkeit.
Weitere Informationen


UNSER BÜCHER-TIPP

"Reise in die Geschichte"

Als Deutschland noch nicht das Deutschland von heute war: eine Lesefazination der besonderen Art. Wer mit Bruno Preisendörfer "unter-
wegs" ist, erlebt Geschichte pur, der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannen-
de Reise in ein "teutsches Land", das noch nicht Deutschland war.

"Reise in die Lutherzeit"

"Reise in die Goethezeit"
Galiani Verlag Berlin

Unsere Empfehlung:
Unbedingt lesenswert!


Artikel-Schlagworte: „Kraichbach“

Historische Kramer-Mühle wird wieder lebendig

In St. Leon soll Geschichte wieder lebendig werden

Neu gegründeter Mühlenverein erarbeitet ein Nutzungskonzept für ein über 500 Jahre altes Gebäudeensemble / Projekt in Abstimmung mit der Gemeinde / Kostenrahmen der Sanierung / Restaurierung bei sieben Millionen Euro

Die 500 Jahre alte Kramer-Mühle am Kraichbach in St. Leon begeistert und fasziniert die regionalen Heimatfreunde schon seit vielen Jahren. Aber erst mit dem Kauf durch die Gemeinde St. Leon-Rot wird es nun möglich, das historische Gebäudeensemble zu sanieren und zu restaurieren: Das vierstöckige Haupthaus, Scheune, die Mühle für Getreide und die für Öl auf der gegenüberliegenden Seite des Kraichbachs warten jetzt scheinbar nur noch darauf, auch als stimmungsvolle Kulisse genutzt zu werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

Alte Kraichbach soll wieder lebendig werden

Bereits vor einigen Wochen hatte der Hockenheimer Diplom-Biologe Uwe Heidenreich im Gemeinderat seinen Vorschlag näher erläutert, den Alten Kraichbach zwischen den Breitwiesen und dem Oberbruch zu reaktivieren. Um die verschiedenen Varianten eines möglichen Bachlaufes der Öffentlichkeit vorzustellen, lud jetzt der Arbeitskreis „Umwelt und Verkehr“ der CDU Hockenheim zu einer Informationsveranstaltung im Stadthallenrestaurant „Rondeau“ ein. Wie groß das Interesse in der Bevölkerung an einer möglichen Reaktivierung der Alten Kraichbach ist, zeigte die große Schar von Natur- und Heimatfreunden, die sich bereits vor der Veranstaltung zu einem Ortstermin an der Schließe am Abzweig des alten Bachbettes vom heutigen Kraichbachbett trafen.

Als Vorsitzender des Arbeitskreises „Umwelt und Verkehr“ zeigte sich Hockenheims Förster Martin Geißler beeindruckt vom unerwarteten Andrang, wobei vor allem ältere Hockenheimer gekommen waren, um sich die Pläne von Uwe Heidenreich direkt vor Ort erklären zu lassen. Ebenfalls gekommen waren auch die CDU-Stadträte Alfred Rupp,
Bernhard Fuchs und Dieter Klaus, die sich ebenfalls ein Bild von den geplanten Veränderungen in der Hockenheimer Gemarkung machen wollten.

Zu Fuß und auf Fahrrädern wurde dem alten Bachlauf gefolgt, der sich noch immer auf einer Strecke von 1.072 Metern durch die Streuobstwiesen, Felder und Kleingärten südlich der Stadtbebauung windet. Die Teilnehmer der Exkursion zeigten sich überrascht über das ausgeklügelte System von Bewässerungsgräben in diesem Bereich und das Vorhandensein der ehemaligen Wässerwieseneinrichtungen. Die Breit und Oberbruchwiesen wurden früher als Wässerwiesen genutzt. Dazu wurden sie mehrmals im Jahr nach genau festgelegten Zeiten mit dem Kraichbachwasser gewässert. Ein Netz von Be- und Entwässerungsgräben sorgte für die den Zu und Ablauf des Wassers.

Mit der Aufgabe der Wiesenwässerung verlor das Grabensystem seine Funktion. Während der Begehung erinnerten sich
vor allem die älteren Hockenheimer an viele Dinge aus ihrer Jugendzeit und konnten so im Gespräch mit dem Planverfasser Uwe Heidenreich  zur Klärung manch offener Frage beitragen. War zu Beginn des Rundganges der alte Bachverlauf noch sehr deutlich im Gelände zu erkennen, veränderte sich die Situation im Bereich der Kleingartenparzellen doch sehr deutlich. Teilweise wurden hier die Gräben aufgefüllt und teilweise wuchsen sie unter den aufkommenden Gehölzen zu. Insbesondere nach dem Südring in Richtung Mühlkanal konnten manche Grabenabschnitte nur noch erahnt werden. Die Zäune der
Kleingärten stehen manchmal sogar direkt in der Böschung des ehemaligen Bachbettes.

Die ehemaligen Wasserläufe im Oberbruch wurden im Laufe der Jahre verdolt, verfüllt oder sind zugewachsen. Lediglich im Stöcketgraben östlich des „aquadroms“ war an verschiedenen Stellen noch etwas Wasser auszumachen. Dies führten Martin Geißler, wie auch Uwe Heidenreich auf die noch bestehende Verbindung zum fließenden Wasser des Kraichbaches über seine Einmündung in den Mühlkanal zurück. Vor allem der Diplom-Biologe machte den Teilnehmern der
CDU-Veranstaltung deutlich, daß die Grabenläufe „durchaus biotopvernetzende Funktionen erfüllen können“. Voraussetzung sei aber, daß sie nicht weiter verfüllt und eingeengt würden.

An verschiedenen Standorten stellte Uwe Heidenreich seine beiden Varianten einer möglichen Reaktivierung vor. Die erste Variante beginnt demnach am Abzweig des alten Grabens an der ersten Schließe von Reilingen kommend. Es handelt sich hierbei um den historischen Verlauf des Alten Kraichbaches vor der Begradigung vor 200 Jahren, wo er noch bis in die 60er Jahre Wasser führte. Da im untersten Drittel bei der Mündung in den heutigen Kraichbach kein Grabenverlauf mehr erkennbar ist und eine Wiederaufnahme dieses Bachverlaufes recht kostenintensiv sein dürfte, hatte Heidenreich dem
Gemeinderat eine weitere Variante vorgeschlagen.

Vor Ort wurde nun dieser Vorschlag im Gelände genauer dargestellt. Auf den ersten zwei Drittel des alten Bachverlaufes würde sich nichts ändern. Dann aber sollte durch ein neues Grabenprofil der Bach in den Stöcketgraben geleitet werden und von dort bis zum Mühlkanal. Da dieser tiefer liegt als der Kraichbach, würden sich, so der Referent, zudem günstige
Gefällsverhältnisse ergeben.

Am Ende der Vor-Ort-Besichtigung hatte Uwe Heidenreich schließlich noch einen Vorschlag besonderer Art parat. Er schlug vor, den Mühlkanal vom Abzweig aus dem heutigen Kraichbachbett bis zum Stöcketgraben zuzuschütten und in ein neues Bachbett zu verlegen. Als wichtigsten Grund nannte der Biologe die renovierungsbedürftige Betonrinne, in der der Kanal zur Zeit fließt, die demnächst für viel Geld saniert werden müßte. Er schlug vor, den neuen Bachverlauf rund 25 Meter in südliche Richtung auf das ohnehin der Stadt Hockenheim gehörende, aber brachliegende Gelände zu verlegen. Leicht mäandernd könnte der Graben dann in den reaktivierten Kraichbachlauf im Stöcketgraben münden.

Dieser Vorschlag stieß nicht nur bei den anwesenden CDU-Gemeinderäten auf viel Interesse. Übereinstimmend sahen die Anwesenden in dem gemachten Vorschlag eine Möglichkeit, diesen Bereich noch attraktiver zu gestalten.

Im Stadthallenrestaurant erläuterte Uwe Heidenreich dann noch einmal ausführlich die verschiedenen Varianten, zeigte Vor- und Nachteile auf. Von Seiten der interessierten Zuhörer wurde vor allem die Gefahr der Druckwasserbildung in Richtung „aquadrom“ und die Neubaugebiete im Biblis angesprochen. Man war sich einig, daß diese Gefährung noch genauer untersucht werden müßte, sollte die Reaktivierung im Gemeinderat beschlossen werden.

Angesprochen auf die Finanzierung einer solchen Maßnahme stellte Bürgermeisterstellvertreter Alfred Rupp fest, daß man zunächst einmal die Zuschußsituation abklären müsse. In der heutigen Zeit seien Reaktivierungskosten von rund 840.000 Mark nicht mehr so einfach zu finanzieren. Sollten die Zuschüsse in den kommenden Jahren noch so fließen wie bisher, könne man sich für diese „positive Maßnahme“ nur aussprechen. Martin Geißler verdeutlichte, daß sich durch die geplanten
Maßnahmen die ökologische Situation in diesem Gebiet eindeutig verbessern würde. Die Anwesenden sprachen sich, ebenso wie die CDUArbeitskreismitglieder für eine Reaktivierung des Alten Kraichbaches aus und gaben den Kommunalpolitikern der Christdemokraten mit auf den Weg, daß es sich dabei um ein wichtiges Zukunftsziel für die Rennstadt handeln müsse. (og)

Die Geschichte des Karl-Ludwig-Sees

Wer als Kind mit dem Fuhrwerk, zum Beispiel mit Fritz Mergenthaler, von Oftersheim aus die anderthalb Wegstunden auf dem Heuweg durch den Hardtwald in Richtung „See“ zockelte, um Heu zu holen, und über die Kraichbachbrücke kam, dem bot sich ein unvergleichlicher Anblick. Diesen Beitrag weiterlesen »

BEREICHE / THEMEN
ZEITLICHE RECHERCHE
error:

Bitte drucken Sie diese Webseite nicht

Unnötiges Drucken verursacht nicht nur unnötige Kosten für Papier und Tinte/Toner. Produktion und Transport dieser Verbrauchsmaterialien hat auch negative Auswirkungen auf die Umwelt. Jede nicht ausgedruckte Webseite hilft die Papierverschwendung zu reduzieren und damit die Umwelt zu entlasten.

Benutzen sie statt dessen bitte den PDF-Download auf der Seite, die Sie drucken wollten.

Powered by "Unprintable Blog" für Wordpress - www.greencp.de