VERANSTALTUNGS-TIPP

Löwenherz-Ausstellung
König – Ritter – Gefangener

Eine große Landesausstel-
lung im Historischen Muse-
um der Pfalz in Speyer be-
fasst sich bis zum 15. April 2018 mit einer
faszinieren-
den Herrschergestalt:
„Richard Löwenherz. König – Ritter – Gefangener“.
Im Mittelpunkt dieser Schau steht Richards Lebensge-
schichte, seine Herkunft, sein Aufstieg und sein tiefer Fall auf dem Höhepunkt der Macht. Der Ausstellungs-
rundgang endet mit einem Blick auf die Verschiebung der Machtverhältnisse in England und Europa nach seinem Tod.
Speyer kann direkt an die Geschichte des berühmten Königs anknüpfen. Hier war es, wo Richard als Gefange-
ner des Stauferkaisers Hein-
rich VI. am 22. März 1193 in
einer Art Schauprozess mit einer langen Liste an Vor-
würfen konfrontiert wurde. Über ein Jahr verbrachte der englische Herrscher in Ge-
fangenschaft: In der Reichs-
burg Trifels, in der Kaiser-
pfalz im heute elsässischen Hagenau sowie in Speyer, Worms und Mainz. Für seine Freilassung wurde ein Lösegeld von 100.000 Mark verlangt, was 23 Tonnen rei-
nem Silber entspracht. An Weihnachten im Jahr 1193 war Richard erneut in Speyer.
Über 150 Exponate aus vie-
len europäischen Museen und Bibliotheken sind in der Ausstellung zu sehen: Kostbarste Handschriften, die erstmals in Deutschland gezeigt werden, Reliquiare, beeindruckende Skulpturen und Waffen. So gehören zu den besonderen Schätzen dieser Ausstellung eine frü-
he Ausgabe der Magna Carta, die ursprünglich von Richards Bruder Johann Ohneland erlassen wurde.
Für die Ausstellung wurden
Animationen angefertigt, die Richards Reisewege durch Europa nachzeichnen und einen lebendigen Einblick in die Welt des Mittelalters bieten.
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UNSER MUSEUMS-TIPP

"Robin Hood"
Welches Kind kennt nicht den genialen Bogenschüt-
zen Robin Hood? Er ist toll-
kühn, listenreich, voller Humor, charmant, mutig und hilfsbereit. Zusammen mit seinen Gefährten zieht der Held bis zum 3. Juni 2018 ins Historische Museum der Pfalz Speyer ein.
Die Familien-Ausstellung richtet sich an Kinder ab fünf Jahren, Familien und junggebliebene Erwachse-
ne, die Freude daran haben, der Legende mit allen Sinnen nachzuspüren und in die Welt des Mittelalters einzutauchen. Auf 750 m² zeigen Aktionsräume den Sherwood Forest, den Marktplatz von Nottingham, Nottingham Castle und das Kloster St. Mary’s. Mehr als 20 Mitmachstationen laden die Besucher dazu ein, selbst in die Rolle der Re-
bellen zu schlüpfen, auf dem Turnierplatz werden die Besucher selbst zu Bogen-
schützen.
Die Familienausstellung „Robin Hood“ knüpft an die große Landesausstellung „Richard Löwenherz“ an. Zum Besuch beider Aus-
stellungen bietet das Muse-
um Kombitickets an. Das Historische Museum der Pfalz ist dienstags bis sonn-
tags von 10 bis 18 Uhr geöff-
net, an Feiertagen und in den rheinland-pfälzischen, baden-württembergischen und hessischen Schulferien auch montags.
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"Endlich Schnee"
Klare Luft, angenehme Küh-
le, Landschaft wie in Watte verpackt: Das vermitteln die Winterdarstellungen, die noch bis 18. Februar 2018 in Bad Mergentheim im Deutschordensmuseum ge-
zeigt werden. Holzschnitte des Jugendstils zeigen rund 120 Winterlandschaften und Bilder vom Vergnügen auf Eis und im Schnee aus der umfassenden Sammlung Felix Häberle (München).
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UNSER BÜCHER-TIPP

Reisen in die Geschichte

Als Deutschland noch nicht das Deutschland von heute war: eine Lesefazination der besonderen Art. Wer mit Bruno Preisendörfer "unter-
wegs" ist, erlebt Geschichte pur, der Autor nimmt den Leser mit auf eine spannen-
de Reise in ein "teutsches Land", das noch nicht Deutschland war.

"Reise in die Lutherzeit"

"Reise in die Goethezeit"
Galiani Verlag Berlin

Unsere Empfehlung:
Unbedingt lesenswert!


Ein Prachtbett für das Schloss Bruchsal

Die fürstbischöflich-speyerische Residenz neu entdeckt / Ausstattung des Grünen Zimmers im Südlichen Staatsappartement vervollständigt

Ein prachtvolles barockes Prunkbett ist jetzt in diesem Schlafzimmer des Fürstbischofs zu erleben. Es ersetzt das Original, das in Teilen wohl bereits im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verloren ging. Zur ursprünglichen prachtvollen Ausstattung des fürstbischöflichen Schlafzimmers mit Stuck, mit Holzvertäfelungen und mit grünem Damast bespannten Wandfeldern aus der Zeit von 1756-1759 gehörte ein Prachtbett mit damastenem Himmel und Vorhängen. Der Unterbau des ursprünglichen Betts ging bereits im Laufe des 19. Jahrhunderts verloren. Als Ersatz konnte jetzt ein ähnliches repräsentatives Bett im Raum aufgestellt werden. Diesen Beitrag weiterlesen »

MUMIEN – Geheimnisse des Lebens

Nach mehrjähriger Reise über zwei Kontinente, durch sieben Länder und mit drei Millionen Besuchern kommen die Mumien im Herbst 2018 wieder zurück nach Mannheim

Es war eine Sensation, als im Jahr 2004 zwanzig verschollen geglaubte Mumien in den Depots der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen (rem) wiederentdeckt wurden. Ihre Erforschung war der Beginn eines großen internationalen und interdisziplinären Mumienforschungsprojekts, dem German-Mummy-Projekt. Die ersten Ergebnisse und die Mannheimer Mumien wurden 2007 im Rahmen einer großen Sonderausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Zusammen mit zahlreichen weiteren Mumien aus allen Regionen und Kulturen bewies die Schau, dass Mumifizierung ein weltweites Phänomen ist. Seit 2008 sind die Mannheimer Mumien und die rem-Ausstellung auf Tour. Diesen Beitrag weiterlesen »

Matilda: Kaiserin und englische Regentin

Am 10. September 1167 verstarb Matilda von England / Frau des letzten salischen Kaisers Heinrich V. / Ahnherrin von Richard Löwenherz

Als Kaiserin unterstützte sie ihren Mann, indem sie bei zahlreichen Konflikten als Vermittlerin auftrat und während seiner Abwesenheit Regierungsaufgaben übernahm. Als Heinrich 1125 verstarb, war sie 23 Jahre alt. Da die Ehe kinderlos geblieben war, erlosch damit die salische Dynastie. Heinrich V. liegt zusammen mit seinen Eltern, seinem Groß- und seinem Urgroßvater im Speyerer Dom begraben. Nach dem Tod ihres Mannes regelte Matilda noch die wichtigsten Angelegenheiten zur neuen Wahl, bevor sie sich, auf Wunsch ihres Vaters, zurück in ihre englische Heimat begab.
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Doch keine römische Villa rustica gefunden

Heimatfreunde vermuteten ein römisches Landgut mitsamt Badehaus im St. Leon-Roter Gewann Schiff – Archäologen konnten die Erwartungen nach Erkundungsgrabung nicht bestätigen

Die Freude bei den Heimatfreunden in St. Leon-Rot war groß, die Erwartungen, eine römische Villa rustica gefunden zu haben, noch größer. Bodenstrukturen, die sich auf einer Luftaufnahme von einer Wiese im Gewann Schiff (in der Nähe der Einkaufsmärkte) in St. Leon-Rot erkennen ließen, hatten die Archäologen des Landesamtes für Denkmalpflege aufmerksam werden lassen. Die geometrischen Linien und Flächen deuteten die Experten als „vermutlich römische Siedlungsreste“ – eine Villa rustica mit einem dazu gehörenden Badehaus. Diesen Beitrag weiterlesen »

Kultureller „Hotspot“ in Südwestdeutschland

casanovaVor 250 Jahren kam Casanova in der kurfürstliche Sommerresidenz nach Schwetzingen

Die kurfürstliche Sommerresidenz in Schwetzingen war auch in der Vergangenheit ein kultureller „Hotspot“ in Südwestdeutschland. Nicht nur Voltaire und die Familie Mozart machten Kurfürst Carl Theodor ihre Aufwartung, auch Giacomo Casanova kam zu Besuch – vor genau 250 Jahren! Diesen Beitrag weiterlesen »

Kulturelles Erbe weiter vermitteln

SchülergruppeDer historische Ort auf der inneren Landkarte der Jugendlichen / Die Schlösser Carl Theodors im Mittelpunkt / Projekt der Technischen Hochschule Dortmund im Schloss und Schlossgarten Schwetzingen

Wie kann der Umgang mit dem kulturellen Erbe an die nächsten Generationen vermittelt werden? Für die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg ist Vermittlung eine zentrale Aufgabe. Im Schlossgarten Schwetzingen fand jetzt ein Projekt unter Leitung der Technischen Hochschule Dortmund statt, bei dem Schülerinnen und Schüler des Mannheimer Elisabeth-Gymnasiums einen Tag lang das berühmte Gartendenkmal erforschten. „Wir müssen neue Wege finden, auf denen wir das kulturelle Erbe und seine Bedeutung für junge Menschen und folgende Generationen greifbar machen“, erläutert Michael Hörrmann, der Geschäftsführer der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg.

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Abschied von einem echten (Kur-)Pfälzer

Feierlichkeiten zur Beerdigung von Alt-Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl in Speyer / Zum Klang der Kaiserglocke wird der „Kanzler der Einheit“ zu Grabe getragen / Requiem im Kaiserdom / Staatsgäste aus Deutschland und der ganzen Welt / Militärisches Abschiedszeremoniell auf dem Domplatz / Tausende säumen die Straßen

Die Kaiserglocke im Dom zu Speyer ist nur selten zu hören, an hohen Festtagen, wenn der Papst oder ein Bischof des ehemaligen Fürstbistums verstorben ist. Ihr tiefer, monotoner Klang ist dann weithin zu hören: Von Speyer bis in die umliegenden Dörfer der Pfalz, bei Westwind sogar tief ins badische Land auf der anderen Rheinseite! Wenn die Maximilianus Josephus-Glocke (5,4 Tonnen schwer, ein Durchmesser von mehr als zwei Meter) zu hören ist, wissen die Menschen in der alten Kaiser- und Domstadt am Rhein, dass es ein besonderer Moment ist, der geradezu zum Einhalten, zum Stehenbleiben auffordert. So auch an einem trüben, regnerischen Sommertag, wir schreiben den 1. Juli 2017. Diesen Beitrag weiterlesen »

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